Dreiländerkongress Maschinenbau vorausgeDACHt, Bild: Zapp2photo/Fotolia

Der Kongress ‚Maschinenbau vorausgeDACHT‘ will informieren und soll die Vernetzung über Grenzen hinweg stärken. Bild: Zapp2photo/Fotolia

Ein Kongress zum Thema Industrie 4.0 und der Frage, was der Maschinenbau tun muss, um die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich anzunehmen. Das klingt zunächst nach altem Hut, wird aber spannend sobald man sich die Agenda und die Akteure des Kongress mit dem Titel "Maschinenbau - vorausgeDACHt" genauer ansieht.

Nationale Initiativen und Industrie-4.0-Gipfel gibt es reichlich, denn sowohl die Politik wie auchVerbände und die Unternehmen selbst arbeiten sich seit Jahren an dem Begriff ab. Beispielshaft dafür zeigt das das größte Branchentreffen des internationalen Maschinen- und Anlagenbaus. Die Hannover Messe rückt auch dieses Jahr wieder die Digitalisierung in allen Fachmessen und diversen Veranstaltungshighlights in den Mittelpunkt. Das Leitmotiv zeigt deutlich, dass das Thema weiterhin aktuell ist, denn seit 2013 läuft die Show unter dem Titel "integrated industry", diesmal mit dem Zusatz "creating value", wert zu schöpfen.

Warum zum DACH-Kongress?

Warum also sollte man den Kongress besuchen, der am 16. März und 17. März 2017 in Salzburg stattfinden wird? Zunächst einmal laden zu diesem Event der VDMA aus Deutschland, die Metallische Branche aus Österreich so wie der Verband Swissmem aus der Schweiz und damit die drei großen und einflussreichen Verbände aus dem Maschinen- und Anlagenbau gemeinsam mit der Fachzeitung Produktion. Auch in den Verbänden hat man das Potenzial der digitalen Transformation längst erkannt und sieht darin eine Chance für die eigene Branche.

"Der Maschinenbau ist bei Industrie 4.0 in einer Pole-Position und Schlüsselrolle; er ist Anbieter und Anwender von 4.0-Technologien und er verbindet physische Produkte und Daten. Die neuen Geschäftsmodelle aus dieser Kombination werden aus den Kerneigenschaften des Maschinenbaus bestehen: Spitzenqualität, Lösungskompetenz und breites Serviceangebot", sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

Ein interaktives Veranstaltungskonzept

Im Mittelpunkt des Veranstaltungskonzepts steht jedoch keine Vortragsveranstaltung, sondern das Ziel, den Gedankenaustausch der Teilnehmer durch passende Formate zu unterstützen. Deshalb moderieren die Geschäftsführer und Direktoren der Verbände Sessions zu den Themen Maschinenbau 4.0, Kunden 4.0 und Finanzierung 4.0. Doch der Schwerpunkt liegt auch da auf dem Austausch von Erfahrungen seitens der Teilnehmer. Dazu liefern zahlreiche Experten kurze Input-Beiträge mit Gedankenanstößen und Erfahrungen.

So wird beispielsweise der Wittenstein-Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Wittenstein zu "Digital-vernetztem Denken in der Produktion" in der Session zum Maschinenbau 4.0 sprechen. Guido Hettwer von Bosch Rexroth fragt nach dem Kundennutzen intelligenter Produkte in der Session Kunden 4.0 und Faes-Eigentümer Matthias Weibel teilt seine "Erfahrungen eines KMU bei der Finanzierung des digitalen Wandels".

Und auch sonst ist der Kongress auf Austausch und Interaktion ausgelegt. An Thementischen beschäftigen sich Diskussionsrunden mit Themen wie "In welchem Tempo zur Vernetzung" oder "Wie Mitarbeiter und Manager fit für die Digitalisierung werden". Der Kongress orientiert sich damit mehr an einem Workshopkonzept, als an den klassischen Vortragsrunden und Podiumsdiskussionen, auch wenn diese ebenfalls ihren Platz in der Agenda der zweitägigen Veranstaltung haben.

Der Besuch lohnt sich also, um sich mit Kollegen und Experten zu vernetzen, die ihrerseits gut im Maschinen- und Anlagenbau vernetzt sind. Außerdem bietet die Ausrichtung auf die DACH-Region die Möglichkeit neue Kontakte über die Ländergrenzen hinweg zu knüpfen. Im Sinne der klassischen Vernetzung also ein lohnender Termin. Außerdem machen die Verbände in Kooperation mit Fachzeitung Produktion hier ein Angebot, dass weder die Branchen-Messen mit ihrem Termin-und Standcharakter, noch nationale Kongresse, deren Schwerpunkt oft auf regionalen Entwicklungen liegen, bieten können.

Warum Ingenieure und Konstrukteure den Kongress besuchen sollten, fragte ke NEXT auch den Chefredakteur der Produktion, Claus Wilk. Lesen Sie dazu das Interview auf Seite 2.