Dünnringlager, Bild: Rodriguez

Dünnringlager, Bild: Rodriguez

Dünnringlager: Kleine Maße, große Vielfalt

Dünnringlager von Rodriguez erreichen trotz Miniaturisierung eine vergleichbare Leistungsfähigkeit und Lebensdauer wie normale Wälzlager. Die Produkte des Herstellers Kaydon sind robust und für schwierige Einsatzbedingungen geeignet. Entsprechend vielfältig sind die Anwendungsbeispiele: Robotik, Medizintechnik, Raumfahrt, oder auch Forschung. So machen es Dünnringlager möglich, die Getriebeeinheit im Kniegelenk eines Exoskelettes ohne komplizierte und platzraubende Hilfskonstruktionen zu lagern: Das an der ETH Zürich entstandene Varileg will querschnittsgelähmten Menschen wieder das Laufen ermöglichen. Es unterscheidet sich von bestehenden Exoskeletten hauptsächlich durch eine mechanisch verstellbare Steifigkeit im Knie, für die unter anderem Aktuatoren mit variabler Impedanz sorgen.

Linearmotor: Bis zu 70 Prozent mehr Leistung

Linearmotor, Bild: Afag Automation
Linearmotor, Bild: Afag Automation

Die Afag Automation hat ihre elektrischen Linearmotor Portalachsen optimiert. Durch die Verbesserung des Kühlkörpers und ein neu entwickeltes Strangpressprofil bringen die Linearachsen im Vergleich zu Vorgängerachsen bis zu 70 Prozent mehr Leistung. Gleichzeitig ist die Steifigkeit höher als zuvor. Der Trend bei Handlingsystemen geht immer deutlicher weg von einfachen Pick-and-Place-Lösungen hin zu leistungsfähigeren Positioniersystemen mit mehr Freiheitsgraden oder mehreren Montageköpfen. Als Basis dafür bietet das Unternehmen seinen Kunden standardisierte Achsen vom Typ PEL (Portal Einzelführung Linearmotor) und PDL (Portal Doppelführung Linearmotor) an. Um sie leistungsfähiger zu machen, hat die Firma diese technisch weiter optimiert und unter anderem die Kühlung verbessert.

Lager: Optimierte Beschichtung

Lager, Bild: SKF
Lager, Bild: SKF

Die Insocoat-Lager von SKF verfügen über eine elektrisch isolierende Aluminimumoxid-Beschichtung auf den Außenflächen des Innen- oder Außenrings. Diese wird mit einem thermischen Spritzverfahren aufgebracht. Außerdem wird die Beschichtung mit einer Versiegelung behandelt, um den Eintritt von Feuchtigkeit zu verhindern, wodurch der elektrische Widerstand herabgesetzt würde. Die Lager sind für den Einsatz in elektrischen Maschinen wie Elektromotoren, Traktionsmotoren und Generatoren geeignet. Sie verhindern schädlichen Stromdurchgang vom Rotor zum Maschinengehäuse über die Lager. Diese Ströme würden zu einer fortschreitenden elektrischen Erosion der Wälzlagerlaufbahnen und damit letztlich zu vorzeitigem Ausfall führen. Die Generation ist in der Lage, Spannungen von 3.000 VDC zu widerstehen. mb