Stirnradgetriebemotoren vom Typ SK 42-90LP/4 BRE20 RG TW

Bereit für den Einsatz: Einer von sechzehn bei der Doppelmayr-Seilbahn in Ischgl eingesetzten Stirnradgetriebemotoren vom Typ SK 42-90LP/4 BRE20 RG TW. Bild: Getriebebau Nord

Grund genug für den Systemspezialisten Getriebebau Nord seine Plug-&-Play-Expertise in den Ring zu werfen.

Der 1. Januar 2015 war ein wichtiger Tag für alle, die Motoren als Bestandteil von Maschinen oder integrierten Systemen verstehen. Seit diesem Datum kommen in der Europäischen Union auf Motoren von 7,5 bis 375 Kilowatt höhere Effizienzanforderungen zu. Die Grundlagen hierfür sind in der Verordnung (EG) 640/2009 zur Durchführung der Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG nachzulesen. Viele Zahlen, schnell geschriebener Sinn: Motoren, die für den Dauerbetrieb mit konstanter Last ausgelegt sind, müssen mindestens die Energieeffizienzklasse IE3 aufweisen. Alternativ befinden sich Motoren, die der Energieeffizienzklasse IE2 entsprechen und mit einer Drehzahlregelung ausgestattet sind, im grünen Bereich. Maschinenbauer, die bereits an der Verordnung zu knabbern haben, können sich schon einmal den 1. Januar 2017 im Kalender fett ankreuzen: So fallen ab diesem Zeitpunkt auch kleinere Motoren ab 0,75 Kilowatt unter die IE3-Pflicht.

Erst investieren, dann kassieren

Reifenförderer, Bild: Getriebebau Nord
Die Pardatschgratbahn in Ischgl: Am Reifenförderer bewegt sich die Kabine im Schritttempo durch die Station. Bild: Getriebebau Nord

Als Systemspezialist und Hersteller von Elektromotoren weiß Getriebebau Nord, dass das Streben nach immer höheren Wirkungsgraden auch zwangsläufig konstruktive Veränderungen an den Motoren selbst nach sich zieht. „Zuerst einmal bedeutet das, dass ich mehr Aktivmaterialien investieren muss, wenn ich den Motor effizienter machen möchte“, erklärt Dr. Omar Sadi, technischer Geschäftsführer bei dem Bargteheider Unternehmen. Wickelblech und Kupfer gehören dazu - aber auch optimierte Luftspalte und Verbesserungen am Kühlsystem sind gängige Verfahren. Auch für Maschinen- und Anlagenbauer steigen zwar die Anschaffungskosten: „So entfallen heute durchschnittlich 60 bis 70 Prozent der Herstellungskosten auf Materialen“, gibt Sadi zu bedenken und fährt fort: „Am Ende zeigt sich jedoch über die Life Cycle Costs sowie über den jährlichen Energiebedarf und die damit verbundenen Einsparungen, dass sich die hohen Anschaffungskosten mehr als rechnen.“

Ohnehin sollten Maschinenbauer diesen Weg nicht alleine gehen, meint Sadi: „Wir unterstützen unsere Kunden durch Informationen, Beratungen in der Auswahl und in der Projektierung. Teilweise stellen wir ihnen sogar unsere Konfiguratoren für den richtigen Antrieb zur Verfügung.“ Der Anspruch ist klar: Möglichst gering soll er sein, der Aufwand für den Konstrukteur, die Hürden überschaubar. Die nötigen Voraussetzungen liefert Nord bereits mit der Konzeption seines Motorenprogramms: „Wir haben etwa bei der Entwicklung unserer IE3-Motoren darauf geachtet, dass sie von den Abmessungen her gleich groß sind wie unsere IE2- und unsere IE1-Motoren, sodass der Anlagenbauer seine Anlage nicht extra umkonstruieren muss. So bieten wir unseren Kunden eine einfache Umstellung, eine Reduzierung der Herstellungskosten und eine Reduzierung der Teilevielfalt“, erklärt Sadi und fährt fort: „Natürlich profitieren unsere Kunden dabei stets von unserer Systemexpertise.“ „Systemlöser“ nennt Sadi sein Unternehmen deshalb und verweist auf das sonst übliche Portfolio-Dreigestirn „aus Getriebe, Motor und Frequenzumrichter. Diese drei Komponenten sind bei Nord energetisch aufeinander abgestimmt. Das ist unser Alleinstellungsmerkmal - weil wir alles aus einer Hand anbieten.“