Software-Tool DriveWizard

Im Software-Tool DriveWizard sind Fehlersuche, Wartungsmöglichkeiten, Backups und Trendanalysen bis hin zu einem Oszilloskop unter einer Oberfläche vereint. Bei Bedarf ist auch eine Anbindung an die Cloud möglich. Bild: Yaskawa

Mit Frequenzumrichtern kann man heute schon eine Menge machen“, erklärt Carsten Schreiter, „in vielen Geräten steckt die Intelligenz einer kleinen Steuerung.“ Als Produktmanager für den Bereich Drives bei Yaskawa weiß Schreiter, wovon er spricht. Das Problem der intelligenten Geräte, so der Experte, sei allerdings die steigende Komplexität, die sowohl Parametrierung, als auch Bedienung schwierig mache. „Deshalb haben wir das Hauptaugenmerk bei der neuen GA700-Reihe auf die vereinfachte Bedienung gelegt“, betont er.

Die neue Frequenzumrichter-Familie gliedert sich performanceseitig im oberen Bereich des Yaskawa-Portfolios ein. Mit den Betriebsspannungen 200 und 400 Volt und Leistungen von 400 Watt bis zunächst 300 Kilowatt (geplant sind bis 630 Kilowatt) ist der GA700 als klassischer Mehrzweckumrichter für Industrieanwendungen konzipiert. Die Geräte, alle in IP20, sind etwa 20 bis 25 Prozent kompakter als die Vorgänger, in manchen Baugrößen sogar gut 40 Prozent.

Alles für den Nutzer

Um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen, haben die Entwickler bei Yaskawa dem Bedienfeld besondere Aufmerksamkeit gewidmet. War beim Vorgänger die Anzeige noch auf 16 Zeichen limitiert, bietet der GA700 ein grafisches Display mit Volltextanzeige. Statt kryptischer Codes zeigt die Benutzeroberfläche nun Betriebsarten oder Fehlerbeschreibungen in zahlreichen Sprachen, was die Menüführung und Parameteranzeigen noch einmal deutlich vereinfacht.

GA700-Reihe von Yaskawa
Die GA700-Reihe wird in einem Leistungsbereich bis 630 kW verfügbar sein. Das Anwendungsspektrum ist entsprechend breit, von einfachen Einzelantrieben über Marineanwendungen bis hin zu vernetzten Antrieben. Bild: Yaskawa

Das auswechselbare Bedienfeld hat eine zusätzlich eine Backup-Funktion: Wenn eine gewisse Zeit nichts mehr am Gerät verändert wurde, wird automatisch ein Backup des aktuellen Parametersatzes im Keypad erstellt. Sollte an der Endstufe ein Defekt auftreten, kann dieses Backup nach dem Tausch zurückgespielt werden und die Neueinrichtung entfällt.

Wobei selbst eine erneute Parametrierung nicht so schlimm wäre. Denn die GA700-Modelle bieten eine interaktive, dialoggeführte Inbetriebnahme. Beim ersten Start fragt das Gerät Rahmendaten ab, etwa Motorart oder woher die Sollwerte kommen, und führt dann die Grundeinstellung ohne jegliches Parameterwissen des Nutzers durch.