Rückspeiseeinheit von Lenze

Stromerzeugung ist teuer und belastet in vielen Fällen Klima und Umwelt. Daher ist die Rückspeisung, sofern wirtschaftlich vertretbar, unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ein Schritt in die richtige Richtung.

Das will Lenze mit dem Modell Smart Energy Recovery r700 ändern, das genau an den Bedarf der Anlage angepasst werden kann.

Rückspeisung ist beispielsweise für Prüfstände interessant, bei denen prinzipbedingt dauerhaft die Energie des Prüflings abgeführt werden muss. Eine Umwandlung der Bremsenergie in Wärme ist in solchen Anwendungen ebenso unmöglich wie eine Speicherung der Energie in der Anlage. Doch bislang sind die Rückspeisegeräte oft schwer einzubauen, kompliziert in der Handhabung und die Investitionskosten liegen im Verhältnis zu der eingesparten Energie zu hoch. Dies will Lenze mit Smart Energy Recovery r700 ändern. Die Komponente soll die Energierückspeisung wirtschaftlich attraktiver und einfacher machen.

Der Anbieter stellt die Rückspeiseeinheit in zwei Leistungsstufen mit 12/24 und 26/48 Kilowatt her. Das Besondere an dem Konzept ist, dass durch die Trennung von Einspeise- und Rückspeisepfad beide Zweige separat ausgelegt werden können. Dies ermöglicht eine exakte Dimensionierung nach Bedarf der Anlage. Die Rückspeiseleistung wird durch Parallelschaltung mehrerer Module skaliert. Durch den Wirkungsgrad von 98 Prozent und den Verzicht auf externe Filter hat die Smart Energy Recovery Unit eine kurze Amortisationszeit. Eine kompakte Bauweise soll das Nachrüsten in bestehende Maschinen vereinfachen.

Die Rückspeiseschaltung wird direkt an einen beliebig großen Zwischenkreis angeschlossen, die generatorische Leistung wird über einen eigenen Netzstromrichter autark ins versorgende Netz eingespeist. Die Rückspeisefunktion ist so geregelt, dass nur dann ins Netz zurückgespeist wird, wenn tatsächlich zu viel Energie im Zwischenkreis vorhanden ist. Durch diese Entkopplung von Einspeisung- und Netzrückspeisung kann der ungesteuerte Brückengleichrichter des Frequenzumrichters unverändert bestehen bleiben, und die Rückspeiseschaltung sowie die erforderlichen EMV-Maßnahmen brauchen nur auf die tatsächlich notwendige Rückspeiseleistung ausgelegt zu werden.

Die Rückspeiseeinheit soll darüber hinaus einfacher handzuhaben sein. Denn der Nutzer muss nichts einstellen, er kann die Geräte ohne Parametrierung direkt einsetzen. Bei einer Nachrüstung in bestehende Anlagen liegt die Amortisationszeit, je nach Menge der zurückgespeisten Energie, bei rund einem Jahr.

Typische Einsatzgebiete sind neben den Prüfständen auch Regalbediengeräte oder andere Hubwerke, bei denen während des Senkens der Last zeitweise relativ viel Energie anfällt. do