Elektrozylinder-Anbieter erweitern Produktpalette 1

Stück für Stück erweitern Elektrozylinder-Anbieter ihr Portfolio. Leicht erklärbar, kommen diese Linearantriebe doch häufig als Alternative zu fluidtechnischen Ausführungen infrage. Nachfolgend die Produktentwicklungen von drei Firmen. Die ideale Automatisierungslösung nutzt die spezifischen Stärken moderner Antriebstechnologien. Elektrische Antriebe sind exakt und flexibel – wichtig, wenn Kräfte schnell aufgebaut und Positionen präzise angefahren werden müssen. Neben elektrischen Handhabungs- und Auslegerachsen, Mini-Schlitten, Handlingmodulen, Stellantrieben und Motoren steht bei Festo auch der Kolbenstangen-Elektrozylinder DNCE zum Einsatz parat. Dabei bestimmt die Anwendung den Vortrieb: Gleitgewinde für Formatverstellungen in Druckmaschinen, Verpackungsmaschinen und in der Zuführtechnik; Kugelgewindetrieb bei dynamischen Push&Pull-Anwendungen wie beim Volumetric Filling oder beispielsweise beim Stapeln von CDs.

Außen Norm, innen neueste Technik …

… das gilt nicht nur für den bekannten pneumatischen Normzylinder DNC, sondern auch für seinen elektrischen Bruder DNCE. Zudem greift er auf die robuste und bewährte Mechanik des DNC zurück. Dazu zählen die robuste Profibauweise, die hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit aller Bauteile sowie das breite Zubehör wie beispielsweise Befestigungselemente und Sensoren. Außerdem zeigt sich der DNCE zu allen DNC-Befestigungslementen, Führungseinheiten und Kolbenstangenzubehör kompatibel – aufwendige Eigenanfertigungen gehören damit der Vergangenheit an.

Der DNCE ist die erste Wahl, wenn frei programmierbare Positionen, stick-slip-freies Verhalten, sanftes Beschleunigen oder ein anwendungsspezifisches Fahrprofil gefordert sind. Verschiedene Fahrprofile, Geschwindigkeiten, Verfahrwege und Beschleunigung sind dabei frei programmierbar und in der FCT-Software von Festo bereits vorbelegt. Die Inbetriebnahme erfolgt ebenfalls über diese PC-Software. Der Elektrozylinder wird mit dem Stellmotor MTR-DCI oder einem Servomotor als fertig montierte Systemlösung angeboten.

Integrierte Abfrage inklusive: Die Endschalter verschwinden bündig und geschützt in der Profilnut. So wird kein zusätzlicher Befestigungsbausatz benötigt. Mit den linearen Stellantrieben der Serie Tarvos rundet Alltec Antriebstechnik die Produktpalette im unteren und mittleren Leistungsbereich ab. Die elektromechanischen Stellantriebe bieten wirtschaftliche Lösungen für Anwendungen, in denen kleinere Hubkräfte von 100 bis 2000 Newton benötigt werden.

Dabei sind die kompakten und dennoch robusten Antriebe vielseitig einsetzbar: vom industriellen Sondermaschinenbau über den Fahrzeug- oder Schiffbau bis hin zu Applikationen in der Möbelindustrie und der Medizintechnik.

Aufgrund der qualitativ hochwertigen Verarbeitung der in sich geschlossenen Antriebssysteme – Getriebegehäuse bestehend aus Zink-Druckguss, Außen- und Innensegmente in Aluminium und Metallgetriebe – sowie der elektromechanischen Ausführung, können die Tarvos-Stellantriebe wartungsfrei auch in unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen eingesetzt werden.

Temperaturen zwischen -25 und 65° C beeinträchtigen die Funktion der Antriebe mit Schutzklasse bis IP 66 ebenso wenig wie Spritzwasser und klassifizieren sie für den Einsatz auch im Außenbereich. Leistungsstarke DC-Motoren in den Stufen 12, 24 und 36 Volt sorgen für eine konstante und zuverlässige Leistung.

Linearstellzylinder mit integriertem Servoregler

So zahlreich wie die guten Eigenschaften der Serie, so breitgefächert ist auch ihr Anwendungsbereich: Der Tarvos TA 2 ist zum Beispiel für eine Leistung von maximal 1000 Newton ausgelegt und eignet sich mit seinen kleinen Abmessungen vorzugsweise für die Verstellung an Führungen bei Transportanlagen. Sein großer Bruder, der Tarvos TA 4 dagegen ist bis 2000 Newton belastbar und dabei sehr leise im Betrieb. Das macht ihn interessant für den Einsatz im Maschinenbau, aber auch in Klima- und Lüftungsanlagen.

Für die Umsetzung dezentraler Antriebskonzepte sind zwei Zylindermodelle der GSM-Baureihe von A-Drive jetzt mit integrierten Servoreglern ausgestattet. Die direkt an den Linearstellzylindern montierten DIS-2-Regler eignen sich für die Einstellung von Drehzahl, Drehmoment und Position. Dabei sind Punkt-zu-Punkt-Positionierungen ebenso möglich wie das Abfahren festgelegter Bahnen. Über Metall-Rundsteckverbindungen ist der Antrieb mit IO- oder RS232-Schnittstellen sowie verschiedenen Feldbussen verbunden. Serienmäßig steht CANopen zur Verfügung, zusätzlich sind Profibus, EtherCAT und Ethernet möglich.

Der Linearstellzylinder GSM besteht aus einem Planetenrollengewindetrieb und einem im Gehäuse integrierten AC-Servomotor. Ein Firmensprecher: „Einzigartig ist der weltweit patentierte invertierte Planetenrollengewindetrieb der Stellzylinder. Sein Hohlwellenrotor mit Innengewinde ist gleichzeitig das Außenteil der mechatronischen Umlenkung. Die Kolbenstange wird über die Planeten linear bewegt. Diese Lösung bietet ein besonders gutes Verhältnis von Kraftdichte und Gewicht bei gleichzeitig guten Regeleigenschaften, die denen von Direktantrieben entsprechen.“

www.a-drive.de

www.festo.com

www.mexperts.de