Ein Entwicklerteam vom EPFL und NCCR Robotics entwickelt die Mini-Drohne.

Ein Entwicklerteam vom EPFL und NCCR Robotics entwickelt die Mini-Drohne.

Drohnen werden nicht nur zum Spionieren, sondern auch für Wartungsarbeiten eingesetzt. Ingenieure entwickelten nun eine faltbare Mini-Drohne – flugbereit in nur einer Sekunde.

Inspiriert wurden die Tüftler von der japanischen Papierfaltkunst Origami. Die Drohne wurde von einem Team von der technisch-naturwissenschaftlichen Universität in Lausanne (EPFL) und NCCR Robotics entwickelt. Innerhalb von nur einer drittel Sekunde ist die Drohne flugfähig. Die Rotoren fangen an zu drehen, die Knickarme falten sich auf und die Drohne beginnt langsam zu fliegen.

Das Gerät könnte zum Beispiel in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen. Hier könnte die Drohne in großen Stückzahlen über das Gebiet fliegen und Fotos schießen oder mit verletzten Personen in Kontakt treten.

Die faltbare Mini-Drohne des EPFL und NCCR Robotics

Die faltbare Mini-Drohne ist in weniger als einer Sekunde flugfähig.

Die Arme sind aus Fiberglas und leichtem Polyester. Wenn sie nicht in Gebrauch sind, liegen die Knickarme horizontal um den Gerätekörper. Der Aufklapp-Prozess ist simpel: Allein durch die Kraft der Rotoren entfalten sich die Arme in ihre End- beziehungsweise Flugposition. Die Rotatoren bewegen sich alle in die gleiche Richtung, sodass die Knickarme sich in die entgegengesetzte Richtung entfalten. Kleine Magnete halten alle Komponenten an ihrem Platz fest.

Flugstabilität

Um im Flug auch die notwendige Stabilität zu haben, drehen sich jeweils zwei diagonal entgegengesetzte Rotatoren im, die anderen gegen den Uhrzeigersinn. Alle Schritte für den Abflug laufen vollautomatisch ab. Allein am Ende des Flugs müssen die Knickarme mit den Rotoren per Hand eingeklappt werden. “Dieser Protoyp muss noch per Hand wieder gefaltet werden. Mit ein bisschen Übung dauert das aber weniger als zehn Sekunden”, erklärt Stefano Mintchev, Designer der Drohne.

Der nächste Prototyp soll sich dagegen von selbst wieder zusammenfalten können. Außerdem arbeiten die Entwickler daran, das Gewicht zu reduzieren, damit sie auch größere Drohnen nach diesem Konzept bauen können. Zusätzlich werden die Knickarme noch verstärkt, damit die Drohne auch nach Zusammenstößen und Unfällen noch fliegt.

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Autorin: Felicitas Heimann, Redaktion