Schaeffler Condition Monitoring Systeme  im Zug, Bild: Schaeffler

Die Daten des Condition Monitoring Systems werden entweder in der Schaeffler-Cloud oder in einer lokalen Instanz analysiert und als Klartext angezeigt. Datenaus-wertungen ermöglichen höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten, größere Laufleis-tungen sowie längere Wartungsintervalle der zukünftigen Zug-Generationen und verbessern gleichzeitig die Betriebssicherheit. Bild: Schaeffler

Für die digitalisierte Überwachung von Drehgestellen in Personenzügen präsentiert Schaeffler Condition Monitoring Systeme (CMS) mit Mehrwert. Datenauswertungen ermöglichen höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten, größere Laufleistungen sowie längere Wartungsintervalle der zukünftigen Zug-Generationen und verbessern gleichzeitig die Betriebssicherheit. Mit speziell für Bahnanwendungen entwickelten Sensoreinheiten können Körperschall, Temperatur und Drehzahlen an den Radsatz-lagern gemessen werden. An einem Triebdrehgestell können zusätzlich Fahrmotor und Getriebe per Schwingungsmessung überwacht werden.

Die Daten des CMS werden entweder in der Schaeffler-Cloud oder in einer lokalen Instanz analysiert und als Klartext angezeigt. Schwingungsspezifische Kenntnisse und manuelle Auswertungen durch den Kunden sind im Vergleich zu einem her-kömmlichen CMS nicht erforderlich. Der Betreiber beziehungsweise Instandhalter ist an die Cloud angebunden und kann weltweit via Internet-Verbindung den Zustand vom einzelnen Radsatzlager bis hin zu kompletten Radsätzen und Drehgestellen überwachen.

Kompetenz für das Gesamtsystem

FAG-Zylinderrollenlager, Bild: Schaeffler
Der einteilige Messingmassivkäfig macht das FAG-Zylinderrollenlager radial wie tangential hoch belastbar. Selbst bei starken dynamischen Beanspruchungen ist das Getriebelager deutlich länger einsetzbar. Bild: Schaeffler

Das Exponat eines kompletten Radsatzes zeigt klassische, mechanische Bahntech-nik, die in vielen Details weiterentwickelt wurde und damit das Gesamtsystem effizi-enter und sicherer macht. FAG-Kegel- und -Zylinderrollenlager für Getriebe wurden für den Hochgeschwindigkeitsverkehr konstruktiv optimiert. Beide halten nun deutlich höheren Drehzahlen, Schwingungs- und Stoßbelastungen stand. Der einteilige Messingmassivkäfig macht das Zylinderrollenlager radial wie tangential hoch belast-bar.

Selbst bei starken dynamischen Beanspruchungen ist das Getriebelager deutlich länger einsetzbar. Im Fahrmotor isolieren beschichtete FAG-Rillenkugel- und -Zylinderrollenlager gegen Stromdurchgang. Schaeffler stellt auf der InnoTrans eine neue Insutect A-Beschichtung vor, die bei einer Schichtdicke von 700 µm eine Durchschlagsfestigkeit von bis zu 5000V DC bietet. Auch die bewährten Radsatzla-gereinheiten TAROL, bestehend aus Kegelrollenlager und Umbauteilen, wurden speziell für interurbane Hochgeschwindigkeitszüge erneut weiterentwickelt

Robuster und langlebiger

Radsatzlager High Capacity Tarol Class K, Bild: Schaeffler
Um bis zu 30 Prozent höhere Achslast und mindestens die doppelte Lebensdauer vereint das „High Capacity Tarol Class K“, ein Radsatzlager für den schweren Güterverkehr. Bild: Schaeffler

Um bis zu 30 Prozent höhere Achslast und mindestens die doppelte Lebensdauer vereint das „High Capacity Tarol Class K“, ein Radsatzlager für den schweren Güterverkehr. Diese Leistungssteigerung wird durch verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel den von Schaeffler entwickelten Einsatzstahl Mancrodur, erzielt.

Der Kunde muss seine Umgebungskonstruktion nicht anpassen und kann die montage-freundliche Einheit einfach nachrüsten. Ein weiteres Exponat beweist, wie robust und langlebig FAG-Kegelrollenlagereinheiten Tarol tatsächlich sind: Seit 1987 und mit einer Laufleistung von 2,7 Millionen Kilometern tun sie ihren Dienst in den Fahrzeugen der Metro von Istanbul.