Vom 7. bis 11. April 2014 war es wieder soweit. Die wichtigste und größte Industriemesse der Welt

Vom 7. bis 11. April 2014 war es wieder soweit. Die wichtigste und größte Industriemesse der Welt hat den Besuchern Einblicke in aktuelle Industriethemen und Ausblicke auf die Industrie der Zukunft gegeben. Felicitas Heimann (li.) und Julia Lansen ließen sich die Show von Entertainroboter NOX auch nicht entgehen.

Jedes Jahr im Frühjahr packen die Redakteure der ke NEXT ihre bequemsten Schuhe ein und machen sich auf den Weg nach Hannover, um die spannendsten Neuigkeiten und Trends der Industrie einzufangen. Auch dieses Jahr haben wir viel Interessantes für Sie entdeckt.

Igus präsentiert das welterste 3D-Tribo-Filament

Profi-Kunststoff für den 3D-Druck

3D-Druck-Filament

Igus entwickelte das weltweit erste 3D-Druck-Filament, das speziell für bewegte Anwendungen gedacht ist. Bild: Igus

Der Tribo-Polymerspezialist Igus präsentiert auf der Hannover Messe aus seinem Produktbereich der schmierfreien Polymergleitlager das weltweit erste 3D-Drucker-Filament, das speziell für bewegte Anwendungen entwickelt wurde. Der Werkstoff eignet sich bestens als Material für Lagerstellen, da er bis zu 50mal abriebfester ist als Produkte aus herkömmlichen 3D-Druckmaterialien. So sind außergewöhnliche Sonderformen von Gleitlagern ganz einfach herzustellen. Als Eingangsdaten für den 3D-Druck können Kunden auf der Igus-Website bereits verfügbare 3D-Modelle der Igus-Produkte im STL-Format herunterladen und direkt nutzen. Das Filament wird zunächst in einer Stärke von 1,75 Millimeter angeboten, das als Standardmaß für viele 3D-Drucker gilt. Igus forscht im Bereich des 3D-Druck-Filaments, um den Kunden noch mehr Freiheiten zu bieten. Das neu entwickelte Filament wurde im eigenen 1750 Quadratmeter großen Labor bereits ausgiebig getestet. Mit 3D-Druckern werden Werkstücke computergesteuert dreidimensional gedruckt. Hierbei sind die Vorteile, dass keine hohen Werkzeugkosten entstehen, um Teile zu produzieren und kein überschüssiges Material abgetragen werden muss, was das 3D-Drucken zu einer kostengünstigen Methode macht. Zudem sind der Formgebung keine Grenzen gesetzt. hei

Die Hoffnung liegt auf Deutschland

Türken auch 2014 in Hannover stark vertreten

Sevda Kayhan Yilmaz

Sevda Kayhan Yilmaz ist beim Türkischen Maschinen-Exportverband MAIB für die guten Beziehungen zuständig. Bild: Fackler

Die Hannover Messe ist für türkische Unternehmen eine interessante Plattform, auf der sie sich seit einigen Jahren verstärkt mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen präsentieren. Denn die im türkischen Maschinen-Exportverband MAIB zusammen geschlossenen rund 9000 Unternehmen haben in den vergangen Jahren ihre Exporte weltweit kontinuierlich ausgeweitet: von 2012 auf 2013 um rund acht Prozent auf mittlerweile 14 Milliarden US-Dollar. „Anhand der aktuellen Trends erwarten wir für das Jahr 2014 sogar einen nochmaligen Exportanstieg von 14 Prozent“, unterstreicht Sevda Kayhan Yilmaz, die als Vorstandsmitglied des MAIB für die Zusammenarbeit und die guten Kontakte zu deutschen Unternehmen verantwortlich zeichnet.
„Wir fühlen uns nicht nur in Deutschland zuhause, wir sind hier zuhause“, betont die erfolgreiche Unternehmerin aus Konya, die in 2. Generation das von ihrem Vater gegründete Hydraulikunternehmen leitet. So ist und bleibt Deutschland der wichtigste Handelspartner für die türkische Maschinenbauindustrie. 2013 hat die Türkei für 5,5 Milliarden US-Dollar Maschinen und Maschinenteile aus Deutschland gekauft. Damit stammen 18 Prozent der Importe der Türkei aus Deutschland – nur China liefert noch mehr Maschinen und Komponenten dorthin. Auf der anderen Seite ist Deutschland mit einem Anteil von 16,7 Prozent am türkischen Gesamtmaschinenexport und somit einem Umsatz von 2,1 Milliarden US-Dollar der wichtigste Absatzmarkt für die türkische Maschinenindustrie. fa

Hightech-Schlauchsysteme

Energie als anspruchsvolle Nische

LNG-Schlauch von ContiTech

Der LNG-Schlauch von ContiTech ist ein Spezialschlauch für Flüssigerdgas. Bild: ContiTech

ContiTech hat im Bereich Fluid Technology mit über 15.000 Mitarbeitern 2013 1,5 Milliarden Euro zum Konzernumsatz der ContiTech-Gruppe beigetragen. In der Automobilindustrie ist das Unternehmen als Technologie- und Innovationsführer bereits etabliert. Jetzt sucht der Schlauchhersteller nach weiteren Aufgabenfeldern für seine Schlauchkomponenten und komplexen Leitungssysteme. „Strategisch gesehen haben wir uns sehr gezielt von der Herstellung von Massenware verabschiedet“, so Matthias Schönberg als Geschäftsbereichsleiter Fluid Technology. Speziell im Segment Oil & Marine suche man aber zum Beispiel nach technologischen Herausforderungen für die unternehmenseigene Verfahrens- und Materialkompetenz.
So würden beispielsweise Öl und Gas in Zukunft zu einem großen Anteil weit unter dem Meeresspiegel gefördert. Je tiefer aber gebohrt werden müsse, desto höher der Bedarf an sicherer Hightechausrüstung. „Unsere Schläuche überbrücken immer längere Strecken und sind in großen Tiefen gewaltigen Druckverhältnissen ausgesetzt“, verweist der Bereichsleiter auf die meist als Unikate gefertigten Hightech-Schlauchsysteme für On- und Offshore-Öl- und Gasförderplattformen oder Subsea-Mining-Projekte.
Besonders konzipiert sind hier LNG-Schläuche aus Metall und Kunststoff für den Transport von Erdgas durch die Weltmeere über Pipelines. Mehr als 70 Schichten aus verschiedenen Materialien werden dafür verarbeitet. fa

Wibu-Systems

Wehrhaft gegen Piraten und Saboteure

Wibu-Vorstand Winzenried

Kleiner geht kaum: Wibu-Vorstand Winzenried zeigt Beispiele für Schutzhardware, links als sehr platzsparender Dongle, rechts als Einsteckkarte. Bild: Wibu-Systems

Da strahlte der Vorstand: Vor 25 Jahren hatten Oliver Winzenried und Marcellus Buchheit Wibu-Systems gegründet. Zum Jubiläum stellte das Unternehmen die Protection Suite vor. Sie soll fertige Anwendungen lizensieren und schützen, beispielsweise vor Produktpiraterie, Reverse-Engineering, Manipulation und Sabotage. Besonders beim 3D-Druck stecke viel Know-How in den Produktionsdaten, dort sei der Schutzbedarf besonders hoch, erklärt Firmen-Vorstand Winzenried. Das Problem gehört zum Alltag vieler Ingenieure: Laut einer VDMA-Umfrage waren 2012 mehr als zwei Drittel der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer von Produkt- und Markenpiraterie betroffen. 7,9 Milliarden Euro entgingen den Unternehmen dadurch, schätzt der Verband. Hier soll die Protection Suite helfen. Der Anwender wählt ähnlich einem Baukasten zwischen zwei Verschlüsselungstools: Der Axprotector hat eine grafische Oberfläche für Windows, Mac OS, Linux, .NET und Java. Einzelne Funktionen können individuell verschlüsselt werden, wobei für native Code wie C, C++ und Delphi andere Verfahren eingesetzt werden als bei Bytecode wie Java und .NET. Geschützte Programme werden ähnlich einem selbstentpackenden Archiv geladen, ohne dass das Betriebssystem geändert wird. Das Verschlüsselungstool Exprotrector hingegen ist für Embedded-Betriebssysteme gemacht und arbeitet mit Integration in den Lademechanismus des Betriebssystems. Daher prüft es vor dem Laden und Ausführen geschützter Programme die Signatur. Der Exprotector ist für verfügbar für Android, VxWorks und QNX. do

Festo

Roboter kann ja jeder

bionisches Känguru von Festo

Fototermin mit dem bionischen Känguru von Festo. An den stillen Star der Messe heranzukommen, war gar nicht so einfach. Bild: Felicitas Heimann, ke NEXT

Man muss schon sagen: die Hannover Messe schafft Begeisterung für Technik. Aber kein Roboterarm und nicht einmal einer der anwesenden humanoiden Roboter kommt gegen die Anziehungskraft von Tieren an.
So war auf der Hannover Messe 2014 der stille Star das bionische Känguru von Festo. Jede der Kostproben, die der künstliche Hüpfer von seinen Sprungkünsten gab, wurde von dutzenden Augen verfolgt und filmisch via Smartphone festgehalten.
Damit hat Festo, als es das Bionic Learning Network ins Leben gerufen hat, einen geschickten Schachzug getan. Seit 2006 leitet das Netzwerk technische Prinzipien von natürlichen Phänomenen ab und hat für die Hannover Messe 2014 den Publikumsmagneten BionicKangaroo im Gepäck. Der künstliche Hüpfer kann wie sein natürliches Vorbild die Energie beim Springen rückgewinnen, speichern und effizient im nächsten Sprung wieder einbringen. Dabei hilft ihm eine intelligente Kombination von pneumatischer und elektrischer Antriebstechnik. Für die Stabilität sorgt wiederum eine präzise Steuerungs- und Regelungstechnik.
Auch wenn das Känguru in seiner Gestalt als Beuteltier keine Anwendung in der Industrie finden wird, so werden wir die einzelnen Technologien, die es ausmachen, sicher bald in anderen Anwendungen wiederfinden. jl

Die digitale Zukunft hat begonnen

Siemens zeigt die vernetzte Fertigung

Roboter

Roboter kommunizierten auf dem Siemens-Stand miteinander: Fällt einer der drei Kuka-Roboter aus, dann übernehmen die anderen beiden seine Aufgaben. Bild: Fackler

Wie immer hatte Siemens auf der Hannover Messe den größten Stand – es gab ja auch allerhand zu zeigen. In diesem Jahr stand die Weichenstellung auf dem Weg zur Produktion der Zukunft im Mittelpunkt des Messeauftritts des Industriekonzerns. „Making Things Right“, so das Motto entlang des 3500 qm großen Standes für den Überblick über die Siemens-Angebote für die produzierenden Industrien. Natürlich kam auch der Großkonzern nicht an Industrie 4.0 vorbei – wie die digitalisierte Entwicklung von Produkten und Anlagen sowie die reale Produktion zunehmend ineinandergreifen.
Design, Planing, Engineering, Execution and Services: An einem Exponat zur Anlage einer automatischen Türmontage für den Karosseriebau in der Automobilproduktion wurden diese fünf Schritte demonstriert und die mögliche Umsetzung von Industrie 4.0 aufgezeigt. So wurde anschaulich gezeigt, wie künftig in flexiblen Produktionsprozessen Produkte, Transportmittel oder Werkzeuge Informationen austauschen und damit die Produktion selbst optimieren können. Die Anlage zur automatischen Türmontage zeigte, wie unterschiedliche Produkte tatsächlich flexibel und kostengünstig hergestellt werden können, um den Anforderungen eines globalisierten Marktes und der dort wachsenden Modellvielfalt gerecht zu werden: Auf der vorgestellten Linie konnten vier Fahrzeugmodelle unterschiedlicher Größen montiert werden. Das Exponat demonstrierte die systematische Verknüpfung von Daten, Software und IT. So können automatisierte Datenerfassung und -analyse systematisch die Maschinen- und Anlagenperformance steigern, etwa durch frühzeitiges Verhindern von Maschinen- und Anlagenausfällen. fa

ZVEI

Automatisierungsindustrie verhalten optimistisch

ZVEI

Der ZVEI blickt nur verhalten optimistisch in die Zukunft: 2014 rechnet der Verband mit etwa zwei Prozent Wachstum. Bild: ZVEI

Die deutsche Automatisierungstechnik blickt verhalten in die Zukunft. Dr.-Ing. Gunther Kegel, Vorstandsvorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation, ist nur vorsichtig optimistisch für das Wachstum in 2014: „Die gesamte Elektroindustrie erwartet 2014 etwa zwei Prozent Wachstum. Von der Automation glauben wir, dass sie noch eine Schippe drauflegen kann.“ Schwache Auftragseingänge im zweiten Halbjahr 2012 führten zu einer Delle in den ersten Quartalen 2013. Der Umsatz mit elektrischer Automatisierungstechnik ging 2013 um 0,3 Prozent auf 47,5 Milliarden Euro zurück. Der Export stieg zwar um 2,2 Prozent auf 33,1 Milliarden Euro, lag aber dennoch um das Jahresplus von 3,8 Prozent in 2012. Kegel dazu: „Die stärksten Exportmärkte waren China mit 13 Prozent und die USA mit 11 Prozent Anteil. Beide kamen auf ein Wachstum von jeweils sechs Prozent.“ Trotzdem bleibt der ZVEI optimistisch. Die Automatisierungstechnik sei nämlich als Innovations-Treibhaus ein starker Motor der Industrie und ein Jobmotor am Wirtschaftsstandort Deutschland. So lenken die Themen Energieeffizienz und Industrie 4.0 international die Aufmerksamkeit auf Automatisierung. Integrated Industrie und Industrial-IT sind schon seit mehreren Jahren wichtige Schwerpunktthemen beim ZVEI. Die Aufgabe des Verbandes und der Automatisierungsindustrie ist laut Kegel klar definiert: Es brauche eine Klärung der Anforderungen der Automatisierungswelt und der Kommunikationswelt, dem Shop- und Officefloor; eine Beschreibung der virtuellen Abbilder und Schnittstellen sowie eine Weiterentwicklung der Embedded Systeme. Dabei wird es auch an weiteren Stellen spannend: Industrie 4.0 bietet ein großes Potenzial für neue Geschäftsmodelle, die sich aus „Big Data“ ergeben. Auch müssen in Zukunft der bestehende Maschinenpark vollständig in Industrie 4.0 integriert und die Industrie-Tools vollständig vernetzt werden. Erste Modelle und Demonstratoren zur Umsetzung zeigte der ZVEI auf der Messe. hei

VDMA

Maschinenbauindustrie beflügelt industriellen Fortschritt

VDMA

Der VDMA rechnet 2014 mit einem Wachstum. Deutschland sei schließlich „der Maschinenbau-Nabel der Welt“. Bild: Bosch

Trotz politischer Unsicherheiten konnte der VDMA seine Wachstumsprognose für 2014 bestätigen. Während der Verband den Produktionswert für 2013 auf 194 Milliarden Euro schätzt (gleicher Wert wie 2012), wird 2014 ein Wachstumsplus von drei Prozent auf 202 Milliarden Euro erwartet. Damit verbunden sind ein Umsatzanstieg auf 214 Milliarden Euro (2013: 206 Milliarden Euro) und ein Beschäftigungsanstieg von 978 Tausend auf 993 Tausend Beschäftigte im deutschen Maschinenbau. Dr. Reinhold Festge, Präsident des VDMA, unterstrich auf der Hannover Messe die große Bedeutung der deutschen Maschinenbauindustrie in der Welt: „Wir sind für 16 von 27 EU-Partnerländern der größte Auslandsmarkt für Maschinenbauerzeugnisse.“ So decken die EU-Partnerländer etwa 62 Prozent der gesamten Maschinenimporte Deutschlands ab. Deutschland ist bei den Importen ein entscheidender Konjunkturtreiber für den Maschinenbaumarkt der EU-Partnerländer. So bezeichnete Festge Deutschland auch als „Maschinenbau-Nabel der Welt“. Weiterhin unterstütze der VDMA Pläne für weltweit offene Märkte – so auch für das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) – befasse sich mit Produktpiraterie und Know-how-Schutz als auch mit der Industrie 4.0. Hinsichtlich der Produktpiraterie schätzt der VDMA einen Umsatzverlust der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer in 2013 auf 7,9 Milliarden Euro. Ein Umsatz in dieser Schadenhöhe entspräche 38.000 Arbeitsplätzen in der Maschinenbauindustrie. VDMA-weit seien 71 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer betroffen – ein neuer Rekordwert. Dabei gilt China als Ursprungsland der Fälschungen, aber auch deutsche Unternehmen kopierten zunehmend. hei

SEW-Eurodrive

Fit für Industrie 4.0

Johann Soder

Johann Soder, Geschäftsführer Technik bei SEW-Eurodrive, kündigte in Hannover den Einzug der Industrie 4.0 in das Geschäft des Unternehmens an. Bild: SEW-Eurodrive

Man kann es nicht bestreiten: Industrie 4.0 war das Schlagwort der diesjährigen Hannover Messe. Aus allen Richtungen war das Trendthema zu vernehmen. Kaum ein Unternehmen hat es sich nehmen lassen, nicht auch auf den Zug aufzuspringen. Aber viele Unternehmen sind nun dazu übergegangen, den Worten Taten folgen zu lassen und vollständige Konzepte für die Industrie 4.0 zu entwerfen.
„Für SEW-Eurodrive geht es speziell darum, diesen Wachstumsmarkt jetzt als einer der Vorreiter zu besetzen,“ erklärt Johann Soder, Geschäftsführer Technik bei SEW-Eurodrive, das ambitionierte Ziel des Antriebsspezialisten. „Darum beschäftigen wir uns bei SEW-Eurodrive seit einigen Jahren unternehmensweit mit dem Megatrend Industrie 4.0 und dessen Auswirkungen – auf dem Radar eine prall gefüllte Technologie- und Produktroadmap“, so Soder weiter. Auf dieser Roadmap stehen alleine bis etwa 2030 rund 50 Projekte. Der Fokus soll dabei auf den Themen mobile Assistenzsysteme für die Intralogistik, intelligente Automatisierungslösungen, Paketlösungen in der Antriebstechnik und ressourcenschonende Systeme liegen.
„Es ist nicht die stärkste Spezie, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern eher diejenige, die am ehesten bereit ist, sich zu verändern.“ Mit dem Darwin-Zitat möchte Soder betonen, dass SEW-Eurodrive bereit sei, sich zu verändern und dem Trend Industrie 4.0 mit intelligenten und marktfähigen Produkten und Lösungen zu begegnen. Ein Versprechen, das wir in nächster Zeit sicher noch häufig zu hören bekommen werden, das aber nötig ist, um die Industrie 4.0 umzusetzen. jl

NOX the Robot

Entertainment pur

Party mit NOX

Party mit NOX: Felicitas Heimann (li.) und Julia Lansen ließen sich die Show von Entertainroboter NOX auch nicht entgehen. Bild: NoxtheRobot

Er ist nur schwer zu übersehen: NOX the Robot, ein 2,40 Meter großer Roboter, singt und tanzt über die Hannover Messe. Entwickelt von der Hochschule Pforzheim bietet der Entertainroboter „Live-Marketing-Möglichkeiten mit Mehrwert“ – was der Roboter auf Messe mehr als deutlich unter Beweis stellte. Bei seinen Shows mussten Besucher schon frühzeitig am Stand aufschlagen, um den Roboter live zu erleben und am Ende ein gemeinsames Bild zu ergattern. Bis zu drei Mal täglich absolvierte NOX sein Programm, eine Mischung aus Tanz und coolen Sprüchen. Dabei wurde der Riese zu Beginn standesgemäß auf einem Elektrocart eingefahren: Wie eine Statue aus Hollywood thronte er auf der Aufführungsfläche. Mit der Bootsequenz wurden dann alle technischen Systeme hochgefahren. Ein hochstromfähiges Lithium-Ferrum-Phosphat -Akkusystem liefert Strom für maximal 25 Minuten Show. Ansonsten besteht NOX aus Werkstoffen, die in Luft- und Raumfahrt eingesetzt werden. Die Composite-Karosserie besteht aus Faserverbund, Metalllegierungen und Leichtbau-Aluminium. Zusätzliche LEDs sorgen für spezielle Lichteffekte. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)zeichnete die „Verkörperung des Technologievorsprungs“ aus. hei