Eine Menüstruktur für alle Messgrößen 1

Überwachung von Temperatur und Füllstand gehört heute in fluidtechnischen Systemen zur Standardausrüstung. Die dafür angewendeten Messtechniken nutzen allerdings nicht immer die inzwischen verfügbaren modernen Signalformen. Nun kommen Kombinationsgeräte auf den Markt, bei denen Signaloptionen bereits integriert sind.

Die beiden Baureihen Nivovent und Nivotemp sind Kombinationsgeräte zur Überwachung von Temperatur und Füllstand. Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass die Baureihe Nivovent auch den in allen Ölbehältern erforderlichen Belüftungsfilter schon mit einschließt. Mit den neuen XP Versionen dieser Baureihen gehören eine Auswahl von Signaloptionen bereits zum Gerätestandard.

Da ist zunächst die standardisierte Menüstruktur zu nennen. Statt wie heute durchaus noch üblich, jede Messgröße mit einer individuellen Menüstruktur bedienen zu müssen, kommt im neuen Fluidcontrol Programm nur noch eine Menü-struktur für alle Messgrößen (Temperatur, Druck und Füllstand) und zwar in Anlehnung an das VDMA Einheitsblatt 24574, zum Einsatz. Das erleichtert dem Wartungspersonal die Arbeit.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Kombinationsnutzung der Temperaturanzeige als Programmierhilfe für die bei den XP Versionen von außen einstellbaren Niveauschaltpunkte. Mit Hilfe eines Tastendruckes wird die Digitalanzeige auf Füllstandsanzeige eingestellt. Damit lassen sich dann die zugewiesenen Schaltausgänge auf Signalpunkte zur Füllstandsüberwachung programmieren.

Nach Abschluss dieser Arbeit wird die Ebene gewechselt, das Display zeigt wieder die aktuelle Öltemperatur an. Verbunden mit den erhältlichen Standardlängen lässt sich mit den XP-Varianten ein signifikanter Beitrag zur Werksnormung leisten. Man kann sich vollständig von den unterschiedlichen Behältertiefen lösen und auf eine kleine Auswahl von Standardlängen beschränken.

Die individuelle Einstellung der Schaltpunkte erfolgt vor Auslieferung des Aggregates oder vor Ort nach den anliegenden Bedürfnissen. Des Weiteren lassen sich die insgesamt vier zur Verfügung stehenden Schaltausgänge frei zuweisen. Das bedeutet, je nach Anforderung der Applikation können die Schaltausgänge der Temperatur- oder der Füllstandsüberwachung zugewiesen werden. Dabei ist natürlich auf eine sinnvolle Zuordnung zu achten.

Diese Schaltausgänge können aber auch mit einer anderen Signaloption belegt werden: So lässt sich pro Messgröße je ein Frequenzausgang 1-100 Hz programmieren. Diese Ausgänge sind funktionell Analogausgängen gleich zu setzen. Sie bieten aber den Vorteil der einfacheren und preiswerteren Verknüpfbarkeit mit SPS Steuerungen, da der Analogwandler entfallen kann.

Daneben stehen die verbleibenden beiden Schaltausgänge frei zuweisbar zur Verfügung. So können parallel zu entfernt liegenden Bildschirmanzeigen die Status-LED vor Ort aktiviert werden. Optional ist natürlich auch je ein programmierbarer Analogausgang erhältlich, wobei zusätzlich immer noch zwei programmierbare Schaltausgänge verfügbar sind. Das Analogsignal kann als Strom oder Spannungssignal programmiert werden.

LED geben Auskunft über die Stati
Die Elektronik bietet serienmäßig neben den genannten Eigenschaften noch eine Reihe weiterer wichtiger Funktionen. So werden die gelesenen Maximal- und Minimal-Werte permanent gespeichert und können bei Bedarf abgerufen werden.

In einem Logbuch werden die aktivierten Alarme eines wählbaren Ausgangs für sechs Monate registriert und können eingesehen werden. Die Schaltfunktion der Ausgänge ist in NO oder NC einstellbar. Sie können wahlweise zur Überwachung eines Schwellwertes mit Hysteresefunktion oder eines Fensters (Gutbereich) parametriert werden. Ein separater Temperatursensor überwacht die Gehäusetemperatur und
signalisiert durch Blinken aller Status-LED, dass darin eine Temperatur oberhalb von 70°C gemessen wird, und dadurch eventuell übertemperaturbedingte Fehlalarme vorliegen können. Die Selbstüberwachung prüft auch ständig die Eingangssignale und schaltet bei Fehlfunktionen ebenfalls alle Status-LED auf Blinken. Zur Überprüfung der Signalableitung können die Ausgänge einzeln manuell aktiviert werden. Die Analogausgänge sind per definiertem Signal ebenfalls manuell prüfbar.

Die Anzeige ist auf die Einheiten °C und °F programmierbar. Zur Stromversorgung sind 24 V Gleichstrom erforderlich, der Anschluss erfolgt über zwei vierpolige M12 Steckersockel. Die Anbindung an IO Link ist in Vorbereitung.