Sicherheits-Laserscanner-Portfolio, Bild: Sick

Seit mehr als 20 Jahren verbinden Sicherheits-Laserscanner von Sick Know-how mit hoher Performance. Bild: Sick

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Zuverlässige und in den Arbeitsprozess integrierte Schutzeinrichtungen sind daher heute unverzichtbar. Bediener und Wartungspersonal müssen sich auf die Sicherheit einer Maschine verlassen können. Häufig besteht jedoch die Auffassung, dass mehr Sicherheit zu geringerer Produktivität führt, doch das Gegenteil ist der Fall. Sicherheit lässt sich ideal mit hohen Produktivitätsraten in Einklang bringen, mehr noch, diese sogar positiv beeinflussen. Nicht zu vergessen: hohe Sicherheit führt zu höherer Motivation und Zufriedenheit und trägt somit zusätzlich zum Unternehmenserfolg bei.

Die Anforderungen an die Absicherung von Maschinen haben sich mit fortschreitender Automatisierungstechnik mehr und mehr verändert. Früher wirkten Absicherungen im Arbeitsprozess eher störend, daher wurde oft ganz auf sie verzichtet. Durch neue Techniken ließen sich Schutzeinrichtungen in den Arbeitsprozess integrieren. Dadurch sind sie für den Bediener nicht mehr hinderlich.

Sichere Maschinen schaffen Rechtssicherheit für den Hersteller und Betreiber. Die Maschinenbenutzer erwarten, dass nur sichere Maschinen oder Geräte angeboten werden. Diese Erwartung besteht weltweit, ebenso gibt es weltweit Regelungen zum Schutz von Personen vor Maschinen. Diese Regelungen sind regional unterschiedlich ausgeprägt. Es besteht jedoch eine breite Übereinkunft, dass die industrielle Absicherung effizient gelöst werden muss.

Gefahren zuverlässig absichern

Sicherheitsscanner mit Halter, Bild: Sick
Die Halterung mit integrierten Führungsschienen macht das Fixieren und Justieren des Scanners einfach. Bild: Sick

Für mehr Sicherheit zeigt das Unternehmen Sick, Hersteller von Sicherheits-Laserscanner, die neue Generation der Sicherheits-Laserscanner: den microScan3. Er erfüllt hohe internationale Sicherheitsstandards und sichert Gefahrbereiche, Zugänge und Gefahrstellen zuverlässig ab. Jedes Detail wurde neu durchdacht, um die Anforderungen der Kunden zu erfüllen.

Der microScan3 hat ein robustes Design und ist für den rauen Industriealltag geeignet. Er ist belastbar und zeichnet sich durch seine Langlebigkeit aus. Das steigert auch die Produktivität. Die Halterung mit integrierten Führungsschienen erleichtert das Fixieren und Justieren des Scanners. Durch das Leichtmetall-Druckgussgehäuse erreicht der Sicherheits-Lasescanner eine mechanische Beständigkeit. Wichtige Diagnosemeldungen sind auf dem mehrfarbigen Display schnell ersichtlich, weitere Informationen sind über die Tasten abrufbar. Die neue Konfigurations- und Diagnosesoftware Safety Designer ermöglicht eine einfache Konfiguration und Inbetriebnahme. Durch den Einsatz smarter Anschlusstechnik und der Verwendung standardisierter M12-Steckverbindungen ist die Verkabelung einfach. Dank integriertem Konfigurationsspeicher im Systemstecker kann das Gerät ebenfalls schnell ausgetauscht werden.

Scantechnologie safeHDDM

Design Sicherheitsscanner, Bild: Sick
Das robuste Design des microScan3 ist für den rauen Industriealltag bestens geeignet. Bild: Sick

Sicherheits-Laserscanner arbeiten nach dem Funktionsprinzip der Lichtlaufzeitmessung und messen Distanzen sicher. Bei der Lichtlaufzeitmessung sendet der Sensor einen Pulsstrahl aus, den das zu detektierende Objekt wie zum Beipiel eine sich nähernde Person reflektiert. Die Laufzeit, die der Strahl für die Strecke benötigt, wird ausgewertet und so die Distanz zum Objekt berechnet. Befindet sich eine Person im Gefahrbereich sendet der Sicherheits-Laserscanner ein Stoppsignal an die Maschine.

Die Scantechnologie safeHDDM kommt hier zum Einsatz. Sie basiert auf dem HDDM-Messverfahren (High Definition Distance Measurement) des Unternehmens. Das Verfahren liefert durch intelligente Filterung und Auswertung der vielen Einzelpulse ein für Sicherheits-Laserscanner neues Messergebnis und bleibt sicher. Selbst ein sehr dunkles Objekt mit nur 1,8 Prozent Remission, beispielsweise eine schwarze Anzughose, wird sicher erkannt. Der Scanner vereint kompakte Bauform und große Reichweite in einem Gerät. Auch unter anspruchsvollen Bedingungen behält das Messprinzip klare Sicht und ermöglicht gute Leistungsdaten. Der Scanwinkel beträgt 275 Grad, das Schutzfeld hat eine Reichweite von 5,5 Metern. Durch safeHDDM ist microScan3 bei Fremdlicht, bei Schmutz und Staub sehr zuverlässig.

Sicher in verschiedenen Situationen

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig: Er sichert Gefahrbereiche an Belade- und Entladestationen, mehrseitige Zugänge an Maschinen und Materialschleusen, Maschinen in rauen Umgebungen sowie Gefahrstellen mit bis zu 30 Millimeter Objektauflösung ab und gewährleistet Hintertretschutz, um unbeabsichtigtes Wiederanlaufen einer Maschine zu verhindern.

Dabei ist der Sicherheits-Laserscanner anpassungsfähig und auf verschiedene Umgebungsbedingungen abgestimmt. Das Absichern von Gefahrbereichen erfordert daher keine Änderung im Arbeitsprozess. Die Inbetriebnahme ist einfach, eine spezielle In-stallationsvorbereitung an der Anlage ist nicht notwendig. Ebenso ist die Ausrichtung unkompliziert, da sich Sende- und Empfangseinheit in einem Gerät befinden.

Sicherheitstechnik in Zeiten von Industrie 4.0

MicroScan3 von Sick, Bild: Sick
Der microScan3 von Sick – die neue Generation an Sicherheits-Laserscanner.Er sichert Gefahrenbereiche und Zugänge. Bild: Sick

Aber wie sieht die Sicherheitstechnik der Zukunft vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 aus? Ziel von Sick ist es, auch in Zukunft Kundennutzen zu bieten. In der Sicherheitstechnik wird sich dieser in zwei wesentlichen Punkten zeigen: Die rasche Inbetriebnahme und damit schnellere Anlageneffektivität sowie eine ununterbrochene Produktion und damit eine höhere Anlagenwirtschaftlichkeit. Doch unabhängig von höherer Produktivität und Anlageneffektivität soll die Sicherheitstechnik der Zukunft die Arbeit leichter und sicherer machen. Wesentlicher Treiber für dieses Ziel ist die Interaktion von Mensch und Maschine unter Berücksichtigung von Arbeitsergonomie und Sicherheit.

Zentrale Fragen hierbei sind, welche Rolle der Mensch in der Produktion der Zukunft spielt und wie Sensorik ihn dabei unterstützen und schützen kann. Denn autonome Maschinen erfordern neue Sicherheitskonzepte, die auf die flexibleren Produktionsmethoden optimiert sind. Hierzu gehört das Absichern aller Prozessschritte in einer Produktionslinie in Bezug auf die nun deutlich weniger planbare Mensch-Maschine-Interaktion. In all diesen Lösungsansätzen steht die Sicherheit des Menschen im Fokus. Darüber hinaus beinhaltet der Sicherheitsaspekt jedoch auch die adaptive Wahrnehmung des Produktionsumfeldes, bei dem Sicherheitslösungen flexibel reagieren. Intelligente, robuste und zuverlässige Sensorik ist daher unverzichtbar für die Herausforderungen von Industrie 4.0. Die Vernetzung zwischen Sensor und Maschine wird immer wichtiger werden.