CC-Link IE, Bild: CLPA Europe

Die Welt von CC-Link IE. Bild: CLPA Europe

Alleine durch die Software und ohne großen Aufwand kann CC-Link IE Field Network Basic (oder „Basic Mode“) in Geräte oder Master Controller implementiert werden. Auf diese Weise erreichen vorhandene Produkte CC-Link-IE-Kompatibilität ohne Hardwaremodifikation. Das bedeutet erhebliche Einsparungen bei den Entwicklungskosten und schnellere Marktreife.

CC-Link IE war das erste und ist nach wie vor das einzige offene Industrial-Ethernet-Protokoll, das Datenraten im Gigabitbereich und die hohe Bandbreite bietet, die moderne, datenintensive Echtzeitanwendungen verlangen. Als solches hat es sich zum Industriestandard für Unternehmen entwickelt, die ihre Produktivität optimieren und ihre Produktion angesichts der in Industrie-4.0-Umgebungen zu übertragenden Datenmengen zukunftssicher machen wollen. Es gibt jedoch auch Produkte und Anwendungen auf niedrigerer Ebene, die ebenfalls durch Gigabitperformance profitieren. Hierauf hat die CLPA mit dem Basic Mode reagiert, mit dem sich jedes vorhandene 100-Mbit-Gerät nachrüsten lässt.

Hierzu John Browett, General Manager der CLPA Europe: „CC-Link IE hat sich fest als führende Technologie etabliert. Es gibt aber nach wie vor Gerätehersteller, die zwar an den Vorteilen der CC-Link-IE-Kerntechnologie interessiert sind, aber aus diversen anderen Gründen noch keine Gigabit-Physical-Layer unterstützen möchten. In manchen Fällen liegt dies an der Kommunikationsplattform, auf der ihre Produkte derzeit basieren, in anderen daran, dass ihre Produkte einen Markt bedienen, für den Gigabit-Leistung erst in der Zukunft eine Rolle spielen wird. Die Basic-Mode-Erweiterung überwindet diese Einschränkungen, indem sie das Netzwerk und seine Vorteile verfügbar macht, ohne dass hierfür Gigabitperformance auf der Bitübertragungsschicht unterstützt werden muss.“

Zu Standards kompatibel

Da der Basic-Mode-Protokoll Stack kompatibel zu TCP/IP und UDP/IP ist, fügt er sich nahtlos in andere ethernetbasierte Technologien ein; dazu gehören Switches, Kabel, Steckverbinder und drahtlose Systeme. Die Implementierung in vorhandene 100-Mbit-Ethernet-Geräte ist durch reine Softwareentwicklung zu erreichen. Zudem sind auch die Master-Controller für das Netzwerk rein softwarebasiert. Daher können jeder Industrie-PC oder sonstige ethernetfähige Controller schnell für den Betrieb eines Basic-Mode-Netzwerks eingerichtet werden, ohne dass hierfür besondere Schnittstellenkarten, Treiberentwicklung oder sonstiger Zusatzaufwand notwendig wären.

Um die Implementierung von Basic Mode zu vereinfachen, bietet die CLPA ihren Mitgliedern kostenlosen Mustercode an. Außerdem erwägen wichtige CLPA-Partner wie Balluff, CKD, Hilscher, IDEC, Mitsubishi Electric, Molex, Phoenix Contact und Renesas Electronics bereits die Produktentwicklung. Um die Unterstützung dieser neuen Technologie für weitere Unternehmen attraktiv zu machen, kündigt die CLPA ein Sonderprogramm an, wonach Unternehmen, die ein CC-Link-IE-Field-Network-Basic-Produkt entwickeln, dieses bis Ende Oktober 2017 kostenlos von der CLPA zertifizieren lassen können.

„Diese jüngste Entwicklung rundet das Angebot der CLPA konsequent ab und erschließt CC-Link IE über 100-Mbit-Ethernet jetzt auch für das untere Marktsegment und kleinformatige Systeme“, sagt Browett. „Gleichzeitig eröffnet die Kompatibilität zur konventionellen CC-Link-IE-Technologie Möglichkeiten zur Kombination verschiedener Netzwerktypen entsprechend den Anforderungen der Anwendung. Auf jeden Fall ergeben sich hierdurch zusätzliche Geschäftschancen, unabhängig davon, ob ein Unternehmen in Europa oder Asien auf den Markt drängt, wo CC-Link IE schon seit Jahren eine fest etablierte Technologie ist.“ eh