Bewegungsplanung

Die Bewegungsplanung berechnet die EEXC 88 zur Laufzeit. Bild: Eckelmann

Die EEXC 88 gibt nicht nur für bis zu 64 Achsen den Takt vor, sie erlaubt auch das harmonische Zusammenspiel von CNC- und Motion-Achsen. Ein Highlight der Entwicklung stellt die nahtlose Verzahnung von Motion und CNC dar. Da die Funktionen vollständig im Hause entwickelt wurden, liegen der gesamte CNC-Kern und die Motion-Funktionen im Source Code vor und können jederzeit technologie- und auch kundenspezifisch erweitert werden. So verfügt die Eckelmann-CNC heute über einen der umfangreichsten Befehlssätze am Markt und ist in vielen Branchen vertreten: vom Rundschleifen über das (Laser)-Gravieren und Schneiden bis hin zum Fräsen.

EEXC 88 von Eckelmann
Die EEXC 88 von Eckelmann verzahnt CNC und Motion nahtlos. Bild: Eckelmann

Großer Befehlsumfang

Im Befehlsumfang finden sich viele Möglichkeiten, die weitab des Standardbefehlsumfangs liegen und von Eckelmann aus der Praxis heraus entwickelt wurden. Die CNC unterstützt beispielsweise die Funktionen Satzvorlauf und Wiederanfahren auf der Kontur – Funktionen, die hilfreich sind bei Verfahren, im Laufe derer das Werkzeug verschleißt oder versagen kann. So kann zum Beispiel ein Werkzeugwechsel eines Fräsers, Bohrers oder Sägeblatts während der Bearbeitung vorgenommen werden. Aber auch ein anschließendes nahtloses Fortsetzen oder das Überspringen bereits abgearbeiteter Sätze ist so möglich.

Zur Laufzeit reagiert die Steuerung darüber hinaus auf Bearbeitungsfehler. Damit bietet Eckelmann CNC-integrierte Bildverarbeitungslösungen, bei denen Fräsergebnisse vermessen und bewertet werden und gegebenenfalls eine direkte Nachbearbeitung erfolgen kann. All diese Funktionen sind nur möglich, weil die Bewegungsplanung zur Laufzeit durch den CNC-Kern erfolgt.

Dank der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit gibt es keine praktisch relevanten Beschränkungen des Interpolationstaktes. Bis zu 32 CNC-Achsen können in 8 Kanälen bearbeitet werden. Damit Anwender bei so vielen Achsen nicht den Überblick verlieren, ist eine freie Namenszuweisung möglich. Dies ist gerade bei vielen Hilfsachsen vorteilhaft.

Zu den weiteren Highlights der CNC gehören eine Durchhang-Kompensation, die 3D-Achsenkorrektur zur Kompensation mechanischer Toleranzen und eine Kompensation des Getriebespiels. Eine Werkzeugnachführung im Raum (sechs Achsen) ermöglicht eine Bearbeitung von Freiformflächen bei beliebiger Anord-
nung der Achsen.

CNC-Bedienoberflächen von Eckelmann
User Experience und Design werden bei CNC-Bedienoberflächen von Eckelmann groß geschrieben. Zur Erstellung steht das HMI-Framework E-Tools HMI zur Verfügung. Bild: Eckelmann

Motion und CNC problemlos im Parallelbetrieb

Handlingaufgaben an einer Werkzeugmaschine können mit Motion-Befehlen programmiert werden, während die Bearbeitung mit CNC-Befehlen vorgegeben wird. Sogar ein Umschalten der Achsen zur Laufzeit und eine Überlagerung von Motion- und CNC-Bahnbefehlen sind möglich und erlauben die Überlagerung von Endlos-Bewegungsabläufen mit Bahnbewegungen.

Hiermit können Funktionen, wie die Bearbeitung eines Werkstücks auf einem fahrenden Transportband oder die Nutzung des Transportsystems als CNC-Achse, einfach umgesetzt werden. Aufgaben wie das Aufsynchronisieren auf ein Förderband oder veränderliche Bandgeschwindigkeiten übernimmt die Steuerung eigenständig. Dabei kann der Programmierer jeweils stets in der ihm vertrauten Domäne arbeiten.

Eine nach IEC 61131-3 frei programmierbare SPS gehört zum Steuerungssystem dazu. Die Steuerung EEXC 88 und die zugehörige XBM IO-Modulfamilie betten sich in ein komplettes Ökosystem ein. So bietet Eckelmann auch Antriebsregler, IPCs, Motoren und eine Bedienoberfläche an, die auf die EEXC 88 abgestimmt sind. bf