Primus, Bild: Wittmann-Gruppe

Der Wittmann Primus 16 ist geeignet für Pick-&-Place-Anwendungen. Bild: Wittmann-Gruppe

In der Vergangenheit waren die Robot-Neuentwicklungen der Firma vornehmlich auf die Umsetzung komplexer und anspruchsvoller Automatisierungen ausgelegt. Dies belegten die neuen Modelle der W8-Pro-Serie und nicht zuletzt die beinah beliebig erweiterbaren Architekturen der R8- und R9-Steuerungsgenerationen.

Der Primus-16-Roboter eröffnet nun die Primus-Baureihe, die in erster Linie im Zuge weniger anspruchsvoller Pick-and-Place-Anwendungen zum Einsatz kommen soll. Die bei gewissen Kunststoffprodukten fortschreitende Miniaturisierung und die speziell aus dem Kleinteilebereich kommende Anforderung, die Teile ohne Zuhilfenahme einer komplexen Automatisierung zu separieren, hatten den Anstoß gegeben, die Entwicklung einer entsprechend tauglichen Lösung in Angriff zu nehmen. Das Ergebnis zeigt sich nun in Form des Primus 16, des ersten Roboters, der diese Ansprüche erfüllen kann. Mit seiner Tragkraft von bis zu fünf Kilogramm und der Absolutencoder-Regelung zeigt sich der Roboter für den Einsatz gerüstet.

Der Absolutencoder kommt bei sämtlichen Kleingeräten zum Einsatz. Die ohne vorhergehendes Referenzieren konstant vorliegende Positionsrückmeldung vereinfacht und beschleunigt den Prozessstart beträchtlich.

Mechanische Ausstattung und Achsengeometrie des neuen Geräts orientieren sich stark am High-Volume-Modell W818, allerdings wurden die für den Roboter zur Verfügung stehenden Optionen speziell im Hinblick auf Einfachentnahmen entworfen. Dieser Umstand ermöglicht die Modulbauweise und führt zu einer wesentlich rationelleren Serienproduktion des neuen Modells. Für den Anwender bedeutet dies die Minimierung der Anschaffungskosten und die Gewissheit, ein bewährtes System zu nutzen.

Die Horizontalachse verfügt über einen Hub von 1500 beziehungsweise 2000 mm, die Vertikalachse über entweder 800, 1000 oder 1200 mm und die Entformachse über 420 oder 620 mm.

Wie bei allen anderen Servorobotern erfolgt die Programmierung über die TeachBox R8, wobei sich die Programmierung speziell des Primus 16 durch Nutzung der QuickNew-Programmieroberfläche für den Anwender einfach gestaltet. Diese Art der vereinfachten und grafisch unterstützten Programmerstellung ergänzt das dem Primus 16 zugrundeliegende Konzept. Und natürlich umfasst die Standardausstattung die Steuerungsfunktionen SmartRemoval und EcoMode sowie die Eingabemöglichkeit via TextEditor, die sich bereits großer Beliebtheit erfreut.

„Jedes Jahr ändern sich die Anforderungen unserer Kunden, was für uns natürlich ein Ansporn ist, aber auch eine Herausforderung darstellt, diesen gerecht zu werden. Als Marktführer für Linearroboter in Europa profitieren wir von dem großen Vorteil, dass wir gezielte und umfassende Rückmeldungen von unseren Kunden erhalten. Was uns dabei geholfen hat, die Anforderungen, die an den Primus 16 zu stellen waren, exakt zu definieren“, so Martin Stammhammer, Internationaler Verkaufsleiter der Wittmann Gruppe für Roboter und Automatisierungssysteme. „Wir verzeichnen einen Trend, der dahin tendiert, sowohl komplexe als auch einfachere Anwendungen in einer Produktionsstätte zu vereinen. Und deshalb sehen wir für den Primus 16 auch in ausgewiesenen Hochtechnologie-Märkten sehr gute Marktchancen.“ tha