Bordnetzsimulation ohne Limits

Bordnetzsimulation ohne Limits

Rückspeisende Quellen-Senken-Systeme von Regatron jetzt auch im Low-Voltage Bereich verfügbar

Die „TopCon TC.GSS“ Familie von netzrückspeisenden Quelle- / Senkesystemen des Schweizer Herstellers

Regatron hat Zuwachs bekommen. Die sechs neuen Systeme mit dem Typen-Zusatz LV (Low Voltage) in den Leistungsklassen 20 und 32 kW decken den unteren Spannungsbereich bis 200 VDC ab. Die Geräte werden in Deutschland von Schulz-Electronic angeboten. Leiter Marketing und Vertrieb Stefan Dehn: „Wir sehen einen großen Bedarf an leistungsstarken Simulationssystemen für Bordnetze im LV-Bereich bis 200 VDC. Zum Testen einzelner Bord-Aggregate oder zum Simulieren der Energiespeicher standen unseren Kunden jedoch bislang keine bidirektionalen Stromversorgungen mit Leistungen von über 20 kW zur Verfügung. Nach den positiven Erfahrungen mit den Geräten höherer Spannung entschloss sich der Hersteller, diese Lücke zu füllen.“

Das Kürzel GSS steht für „Grid-tie Source Sink“ und beschreibt eine modular aufgebaute, programmierbare Gerätefamilie, die sehr vielseitig ist und einen hohen Wirkungsgrad aufweist. Die hohe Dynamik, sowohl im liefernden als auch im rückspeisenden Quadranten, ermöglicht eine realitätsnahe Simulation auch komplexer Betriebssituationen direkt im Labor. Die Geräte können zu Parallel-, Serien- und Matrix-Verbundschaltungen mit Megawatt-Leistung verknüpft werden. Spezialist im Bereich „Antriebsprüfstände / Testsysteme / Regelungstechnik “ und Technischer Leiter bei Schulz-Electronic, Ralf Fitzer: „Dank der hohen erzielbaren Ausgangsleistungen sind auch Laborversuche und Prüfläufe von „Mild Hybrid“-Anordnungen möglich, bei denen die TC GSS Geräte jetzt sowohl die LV-Batterieseite als auch die HV Batteriesimulation übernehmen können. Im Rekuperationsbetrieb nehmen sie Strom auf und speisen ins Netz zurück. Aber auch Batteriecontrolling lässt sich energiesparend realisieren – Batterieladung und -entladung  erfolgen mit einem Gerät, bei der Entladung kann ein großer Teil der zur Ladung entnommenen Energie ans Netz zurückgegeben werden.“

Der Einsatz von MOSFETs in einigen Gerätesektionen anstelle der sonst verwendeten IGBTs reduziert die Verluste und erlaubt das „Fahren“ komplexer Taktschemata und damit eine Steigerung der Dynamik im Bereich kleiner Leistungen. Die Kapazität des Ausgangsfilters kann intern schaltbar dem Anwendungsfall angepasst werden. Auch ein elek-tronischer Verpolungsschutz gehört zur Standardausrüstung. Wie schon bei den Geräten der oberen Spannungsklasse verfügen auch die LV-Module über eine aktive Leistungsfaktorkorrektur (Power Factor Correction – PFC) und sind deshalb für alle Netzanforderungen der Zukunft gerüstet. Die Geräte sind wahlweise mit Luft- oder Flüssigkeitskühlung lieferbar. Auch ein mechanisch verstärkter Aufbau für schock- und vibrationsgefährdete Umgebungen wird für die Niedervolt-Serie verfügbar sein.

Zur Produktphilosophie von Regatron gehört die volldigitale Geräteführung mit hoher Auflösung und Reproduzierbarkeit. Verbundsysteme werden mit TC.MAC (Master Array Controller) über den proprietären MACBUS gesteuert. Die applikationsbezogene Anwendersoftware aus dem Hause REGATRON reicht von Simulations- und Zykliersoftware bis hin zur Solar Array Simulation. Zusammen mit dem Hersteller bietet Schulz-Electronic die Integration mehrerer Geräte zu kundenspezifischen Komplettsystemen an.

www.schulz-electronic.de