Rückkühlanlage, Bild: Pfannenberg

Die Rückkühlanlagen in der Produktion bei Pfannenberg in Hamburg-Allermöhe. Bild: Pfannenberg

Um dabei Unter- oder Überdimensionierung zu vermeiden, ist eine passgenaue Auslegung auf die benötigte Kühlleistung erforderlich. Wie eine maßgeschneiderte Komplettlösung aussehen kann, zeigt das Beispiel der Pfannenberg-Rückkühlanlage, die im Testlabor von PolymerEngineering zum Einsatz kommt.

Für den Aufbau eines Kompetenzzentrums zum Thema Polymerforschung in Hamburg suchte PolymerEngineering einen Partner für die effektive Kühlung von Spritzgießmaschinen und den eingesetzten Werkzeugen. Dabei sollte ein Partner gefunden werden, der nicht nur das entsprechende Aggregat liefern, sondern auch Wartung und Installation übernehmen kann.

Fündig wurde das Unternehmen beim Hamburger Spezialisten für Kühllösungen Pfannenberg. Im ersten Schritt ging es um die Wasserkühlung von drei Spritzgießmaschinen.

Trotz unterschiedlicher Voraussetzungen sollten alle drei Maschinen mit nur einem Gerät gekühlt werden. Doch bevor die passende Rückkühlanlage bestimmt werden konnte, analysierten die Experten von Pfannenberg die örtlichen Gegebenheiten und berechneten den tatsächlichen Kühlbedarf sowie die erforderliche Vorlauftemperatur. Denn nur, wenn die Leistung der Rückkühlanlage passend auf die Anwendung abgestimmt ist, kann ein störungsfreier Betrieb gewährleistet werden. Ansonsten drohen bei Überdimensionierung der Kühlanlage erhöhte Stromkosten und eine verringerte Lebensdauer des Rückkühlers und bei Unterdimensionierung kostspielige Ausfälle oder Stillstände der Spritzgießanlage.

Wasserkühlung als System

Spritzgießmaschine, Bild: Pfannenberg
Jetzt können die Spritzgießmaschinen effizient arbeiten: Eine der drei gekühlten Spritzgießmaschinen im Testlabor von TU Tech. Bild: Pfannenberg

Jetzt kühlt eine Rückkühlanlage EB 130 WT CE STD mit einer Kühlleistung von 12 kW bei maximal 35 Grad Umgebungstemperatur den Spritzgießprozess von drei Spritzgießmaschinen verschiedener Hersteller, darunter Battenfeld und Arburg. Die Durchflussmenge beträgt zehn Liter Wasser pro Minute und die Vorlauftemperatur liegt festwertgeführt bei 20 °C. Die anwendungsspezifisch ausgelegte Rückkühlanlage ist zusätzlich mit einem hydraulischen Bypass ausgestattet.

Pfannenberg hat von der Auslegung über die zeitnahe Lieferung bis zur Inbetriebnahme inklusive Drehfeldmessung, Funktionsprüfung und Begleitung bei der Verrohrung alle Services durchgeführt. Eine anschließende Wartung ist ebenfalls sichergestellt.

Alles aus einer Hand

Teambild; Bild: Pfannenberg
Über die Zusammenarbeit freuen sich bei der Übergabe der Anlage (v.l.n.r.) Jan-Hendrik Keller, Uni Bayreuth, Sven Polatzek, PolymerEngineering, Vincent von Wieding und Andreas Berberich von Pfannenberg. Bild: Pfannenberg

„Die Kühlung durch die Pfannenberg-Rückkühlanlagen sind Grundvoraussetzung dafür, dass die Spritzgießmaschinen überhaupt betrieben werden können“, erklärt Sven Polatzek, zuständig für das Projekt bei PolymerEngineering. „Wir sind froh, mit Pfannenberg einen regionalen Partner gefunden zu haben, der nicht nur schnell geliefert hat, sondern alle erforderlichen Services aus einer Hand anbietet.“

Darüber hinaus ergeben sich weitere Syner­gieeffekte. Zunächst stellt Pfannenberg die erforderliche Prozesssicherheit im Spritzgussverfahren her. Im Gegenzug kann PolymerEngineering dem Unternehmen, das selbst Spritzgießmaschinen in der eigenen Produktion für Filterlüfter und Signalgeber im Einsatz hat, beim Thema Spritzguss beratend zur Seite stehen.

Weiterhin führt das Kompetenzzentrum Seminare zum Thema Spritzgießen durch. Die Teilnehmer können anhand der bestehenden Anlage lernen, wie Prozesskühlung funktioniert. Neben der Rückkühlanlage liefert Pfannenberg als Technologiepartner zu diesem Zweck auch Filterlüfter und Signalgeräte zur Anzeige von Betriebszuständen der Maschinen. jl

Anwendungsbeispiel: TU Tech mit einer Wasserkühlung von Pfannenberg

Kühlkonzept, Grafik: Pfannenberg
Das Kühlkonzept von Pfannenberg für TU Tech. Grafik: Pfannenberg