Energieeffizienz in der Schaltschrankklimatisierung 1

Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde. Entscheidern stellt sich jedoch die Frage, wie viel Einsparpotenz ial sich tatsächlich in den firmeneigenen Schaltschränken verbirgt und worauf beim Kauf neuer Kühlgeräte geachtet werden sollte.

Klimatisierungstechnik in Schaltschränken ist in der automatischen Fertigung unverzichtbar. Umso genauer schauen Unternehmen beim Einkauf auf Qualität, Sicherheit und Preis. Weniger Beachtung fand hingegen bislang das Thema Energieeffizienz. Dabei lassen sich mit Hilfe sparsamer, moderner Geräte enorme Einsparpotenziale erschließen.

Die Firma Pfannenberg aus Hamburg-Allermöhe, bekannt als zuverlässiger und kompetenter Partner für Schaltschrankklimatisierung und Signaltechnologie in der Industrie, bietet bereits seit langem energieeffiziente Kühlgeräte und Rückkühlanlagen an. Getreu dem Motto „Sicherheit für Mensch, Maschine und Umwelt“ sind alle Geräte bereits jetzt nicht nur sicher und zuverlässig, sondern auch besonders umweltschonend konstruiert.

Die Energy Efficiency Ratio (EER), das heißt, das Verhältnis von Kälteleistung zu elektrischer Leistungsaufnahme der meist verkauften Pfannenberg-Kühlgeräte liegt im Durchschnitt bei 1,88. Damit sind diese konventionellen Geräte schon heute genauso sparsam wie andere auf dem Markt erhältliche, besonders energiesparende Geräte. Aktuell entwickelt Pfannenberg zudem eine neue Generation von Kühlgeräten – die Ecool-Line – welche bei gleicher Kühl-leistung nochmals 30 Prozent (elektrische) Energie gegenüber eben genannten Vorgängermodellen einspart. Prototypen dieser Ausführungen werden bereits im Pfannenberg-Umweltlabor realen Stresstests unterzogen.

Beratung ist das A und O
Andreas Pfannenberg, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Pfannenberg, erklärt: „Grundsätzlich steht am Anfang jeder Energiesparmaßnahme die Frage, an welchen Stellen die meiste Energie im Gerät aufgewendet werden muss. Bei Kühlgeräten sind das vor allem der Kompressor und die Lüfter. Hier sparen wir durch den Einsatz von Experten-Know-How und energiesparenden Komponenten den größten Teil ein. Aber auch durch spezielle Wärmetauscher und einen optimierten Kühlbetrieb wird die Energieeffizienz gesteigert. Ebenso sparen Sonderalgorithmen in der Steuerung der Kühlgeräte und Applikationen Energie und damit bares Geld. Beim Kauf eines neuen Produktes sollten Unternehmen daher insbesondere auf den EER achten. Nichtsdestotrotz ist gute Beratung das A und O bei der durchdachten Umsetzung individueller und passgenauer Lösungen.“

Ein einfaches Musterrechenbeispiel soll verdeutlichen, wie viel Strom und Geld in einem mittelständischen Unternehmen eingespart werden kann: Eine fiktive Firma produziert Sondermaschinen für die Photovoltaik-Industrie. Auf fünf Produktionsstrecken sind 200 Pfannenberg-Kühlgeräte der 7000er Serie installiert (2500 Watt pro Gerät Kälteleistung / 400 Volt Nennspannung). Bei einem täglichen Betrieb von 16 Stunden, einer Leistungsaufnahme von 1400 Watt pro Betriebstunde und 240 Betriebstagen pro Jahr kommt man auf einen jährlichen Stromverbrauch von 775 000 Kilowattstunden. Beim Einsatz aktueller energiesparender Pfannenberg Geräte der Ecool-Line, die einen EER von 1,79 bei einer Kälteleistung von 2500 Watt aufweisen, beträgt die jährliche Energiemenge lediglich 674 000 Kilowattstunden.

Nimmt man also einen Strompreis von 12,55 Cent pro Kilowattstunde (durchschnittlicher Strompreis 2008 nach VdEW in Deutschland) an, können bereits im ersten Jahr über 12 700 Euro eingespart werden. Damit wird nicht nur das Budget, sondern auch die Umwelt geschont. Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde Strom hilft nachhaltig, den Klimawandel zu stoppen: Laut ZVEI entspricht die im Beispiel eingesparte Energiemenge einer CO2-Reduktion von rund 96 Tonnen.

Auch die Pfannenberg-Filterlüfter der vierten Generation optimieren die Umweltbilanz und sorgen zusätzlich für mehr Sicherheit im Produktionsprozess. Die innovative Filterlüfter- und Filtermattentechnologie ermöglicht laut Angaben des Herstellers eine Steigerung der Luftleistung von über 100 Prozent (Schutzart IP 55) und führt zu mehrfach längeren Standzeiten und damit auch zu verlängerten Serviceintervallen.

Einsatz in der Praxis
So zeigte der Praxiseinsatz unter schwierigsten Bedingungen – in der holzverarbeitenden Industrie – eine Verlängerung der Serviceintervalle von ein auf zwei, teilweise sogar drei Wochen. In der Kombination mit Thermostaten und Hygrostaten der Pfannenberg-Baureihe FLZ erreicht man zusätzlich eine Energie-, Material-und Zeiteinsparung verbunden mit einer erheblich längeren Lebensdauer.

Vergleicht man die dritte und die vierte Generation der Filterlüfter (gleiche Baugröße beziehungsweise Leistungsklasse), so erkennt man deutliche Produktverbesserungen: Der PF 65000 in IP 55 der vierten Generation schafft 16 Prozent mehr Luftleistung bei über 60 Prozent weniger Energiebedarf gegenüber seinem Vorgänger PF 7000 der dritten Generation. Ein weiteres gutes Beispiel sind die Filterlüfter PF 2000 (dritte Generation) und PF 22000 (vierte Generation): Der 2000er hat eine Luftleistung von 20 Kubikmetern pro Stunde bei einer Leistungsaufnahme von 19 Watt. Bei gleicher Leistungsaufnahme schafft der 22000 die doppelte Luftmenge.

„Im Prinzip kann jeder Betrieb, der mit Automatisierungstechnik arbeitet und somit Schaltschränke nutzt, mit Hilfe moderner Kühlungstechnik Geld und Ressourcen sparen. Ob das Unternehmen einen oder 200 Schaltschränke verbaut hat, spielt dabei nur eine geringe Rolle“, erklärt Rudolf Görz, Verkaufsleiter bei Pfannenberg. „Der Einsatz energiesparender Kühlgeräte lohnt sich immer.“