Cloudfähiges Kühlgerät, Bild: Pfannenberg

Das cloudfähige Kühlgerät der X-Serie mit Premium Controller steigert die Effizienz um bis zu 200 Prozent. Bild: Pfannenberg

Pfannenberg hat kommunikationsfähige Schaltschrankkühlgeräte entwickelt, die via Modbus relevante Zustands-, Diagnose- und Alarmzustände als physische Parameter zur Verfügung stellen. Damit lassen sich diese Daten direkt in die Maschinensteuerung zur Weiterverarbeitung und Visualisierung einbinden. Relevante Geräteparameter können zudem via Cloud zum Zweck der Fernwartung zur Verfügung gestellt werden. Die Kühlgeräte kommunizieren hierbei via Modbus mit dem angeschlossenen GSM-Modul mit integrierter SIM-Karte. Dieses überträgt die empfangenen Daten in Echtzeit über eine sichere M2M-Mobilfunk-Verbindung entweder direkt an die Steuerungstechnik des Anwenders oder in die Cloud der Dinge der Telekom Deutschland, mit der Pfannenberg für diese Lösung kooperiert. Durch die autarke Mobilfunkverbindung ist kein Eingriff in das IT-System des Betreibers notwendig, was für den Großteil der Unternehmen von zentraler Bedeutung ist.

Auf diese Weise ermöglicht es das System, live und ortsunabhängig nützliche Geräteparameter über einen Webbrowser abzurufen. Anwender können sich die Benutzermaske, das sogenannte Dashboard, beispielsweise über einen externen Bildschirm am Schaltschrank oder internetfähige Endgeräte anzeigen lassen. Hierdurch können Anwender die Schaltschrankkühlgeräte effizienter überwachen und präventiv warten. Das trägt zu einer erhöhten Maschinen- und Anlagenverfügbarkeit bei.

Durch die Datentransparenz und die Möglichkeit der Ferndiagnose vereinfacht das neue System die Geräteüberwachung und reduziert den Wartungsaufwand. Beispielsweise zeigt eine Kontrolllampe an, wenn Verschleißerscheinungen vorliegen, denen Anwender durch fällige oder vorbeugende Wartung begegnen können. Zudem werden verschiedene Zustände und Alarme signalisiert, beispielsweise „Gerät läuft“, „Schaltschranktür geöffnet“ oder „Übertemperatur intern beziehungsweise extern detektiert“. Diese Statusanzeigen lassen sich sowohl als Warnungen an den Betreiber verwenden als auch in automatisierte Steuerungssysteme moderner Produktionsanlagen einbinden. Die Analyse der thermischen Belastung über einen längeren Zeitraum ermöglicht außerdem die exakte Bestimmung der Wartungsintervalle entsprechend der Umgebungsbedingungen am Einsatzort.

Darüber hinaus werden Temperaturen und Geschwindigkeiten einzelner Bauteile wie Kompressor oder Lüfter aufgezeichnet. Die Auswertung dieser Daten über einen längeren Zeitraum kann beispielsweise aufzeigen, dass das Gerät ununterbrochen im Grenzbereich läuft und die berechnete Kühlleistung möglicherweise nicht ausreicht. Auf diese Weise können Anwender frühzeitig reagieren und potenziellen Maschinenstillständen vorbeugen.

Die Kühlgeräte der εCool-X-Serie sind ausschnittkompatibel. Sie können sowohl mit den Luft-/Luft- und Luft-/Wasser-Wärmetauschern von Pfannenberg als auch mit bestehenden Geräten derselben Serie kombiniert werden. Das bedeutet, dass Anwender problemlos ohne mechanische Nachbearbeitung auf die kommunikationsfähige Version aufrüsten können. eh