Für reine und trockene Luft 1

Um die gesamte Prozesskette der Drucklufterzeugung, -aufbereitung und -weiterverarbeitung aus einer Hand bieten zu können, hat Parker Hannifin die Firmentöchter Parker domnick hunter zusammen mit Zander und Hiross in den Unternehmensbereich Compressed Air Treatment integriert.

„Das Parker-Angebot reicht von der Hochleistungsfiltration bis zur Reinigung und Weiterverarbeitung von Druckluft, Gasen und Flüssigkeiten, inklusive Hydraulik- und Kraftstofffiltration. Es umfasst  Kältetrockner ebenso wie Filter zur Erzeugung steriler Luft, Membranfilter für Luft, Gase und Flüssigkeiten sowie Generatoren für die Stickstoff- und Gaserzeugung. Dabei achten wir bei allen Produkten und Systemlösungen konsequent auf niedrige Betriebskosten, maximale Energieeinsparung und Umweltverträglichkeit“, erklärt Thomas Schmidt, Vertriebs- und Marketingleiter der Parker Vertriebs- und Service-Zentrale in Kaarst.

Um saubere und trockene Druckluft zu gewährleisten, kommen Drucklufttrockner, Filter und Kondensatabscheider zum Einsatz. Als wartungsfreie Lösung mit hohem Wirkungsgrad hat sich der Wasserabscheider Oil-X Evolution der Stufe WS von Parker domnick hunter bewährt: Er scheidet mehr als 99 Prozent der Verunreinigungen ab und erhöht damit die Leistungsfähigkeit von Nachkühlern, Kältetrocknern, Filtern und anderen Komponenten des Druckluftsystems.

In anspruchsvollen Einsatzbereichen wie der Halbleiter- oder Lebensmittelherstellung werden Adsorptionstrockner zur Drucklufttrocknung eingesetzt. Ein Adsorptionstrockner mit einem üblichen Drucktaupunkt von -40°C (z.B. domnick hunter DHA und DBA-Serie) hemmt nicht nur die Korrosion von Leitungen, Komponenten oder Werkzeugen, sondern auch das Wachstum von Mikroorganismen. Bei besonders kritischen Anwendungen werden Geräte mit einem Drucktaupunkt von -70°C (DTA-Serie) benötigt.

Kondensat wieder aufbereiten
Kondensat, das bei der Drucklufttrocknung aus Druckluftanlagen entfernt wurde, enthält neben dem Wasser aus der Umgebungsluft auch Kühl- und Schmierstoffe aus Kompressoren. Als „besonders überwachungsbedürftiger Abfall“ muss es entweder sachgerecht entsorgt werden oder mit geeigneter und zugelassener Technik aufbereitet werden. Parker domnick hunter bietet leistungsstarke Kondensatableiter (wie ED 2000) und Öl-Wasser-Trenner (ES 2000), mit denen der Ölgehalt auf 0,1 Prozent reduziert werden kann.

Während bei Trocknungsprozessen Kondensat abgetrennt wird, wird die Druckluft bei der Filtration durch verschiedene Filterstufen geschickt, um feste Verunreinigungen und Aerosole zurückzuhalten. Als Lösung für die Druckluftfiltration bietet Parker domnick hunter die Filter der Oil-X Evolution-Reihe. Sie erfüllen die Testbedingungen der ISO 12500. Auch in Verbindung mit Kälte-Drucklufttrocknern der Baureihen CRDC und CRD liefern die Oil-X Evolution-Filter Druckluft-Qualität entsprechend ISO 8573.1.

In der Lebensmittelindustrie oder pharmazeutischen Produktionen gelten besonders hohe Anforderungen an die Reinheit der gefilterten Druckluft. Wo Prozessgase direkt mit dem Produkt in Berührung kommen, bilden Sterilfilter die letzte Barriere zwischen belasteter Umgebung und sterilem Produktionsprozess.

Für diese sensiblen Anwendungen bietet der Drucklufttechnik-Hersteller unterschiedliche Filtermedien, Filteraufbauten und Filtergehäuse. Bei der Sterilisation von Druckluft ist eine zusätzliche Vorfiltration unerlässlich. Druckluft, erzeugt durch einen Kompressor, kann bis zu
5 mg/m3 Öl (Kompressoröl oder atmosphärische Kohlenwasserstoffe), bis zu
11 mg/m3 Wasser und bis zu 140 Millionen/m3 Schmutzpartikel enthalten. Diese Verunreinigungen müssen durch Koaleszenzfilter abgeschieden werden. In Verbindung mit Aktivkohle können die Koaleszenzfilter Schmutz, Wasser und Ölaerosole bis herunter zu 0,01 Mikron entfernen. Der Restölgehalt nach solchen Filtern beträgt weniger als 0,001 mg/m3 (bezogen auf 21 °C und 7 bar Überdruck).

Hochreiner Stickstoff
Zur Weiterverarbeitung komprimierter Luft gehören unter anderem Maxigas- und NitroSource-Generatoren zur einfachen Vor-Ort-Herstellung von Stickstoff. Diese arbeiten auf Basis der PSA-Technologie, die eine günstige, orts- und logistik-unabhängige Produktion hochreinen Stickstoffs ermöglicht.

Weiter produziert und vertreibt das Unternehmen auch Generatoren, die nach dem Membrantrennverfahren arbeiten. Es erlaubt mit Hilfe von Hohlfasermem-bran-Modulen stickstoff- und sauerstoffangereicherte Luft aus Druckluft zu gewinnen. Das Spektrum an Membran-Generatoren reicht von den NitroFlow-Generatoren für kleine und mittlere Stickstoff-Volumenströme bis zum On-site-System mit bis zu 5000 Nm3/h.

Hyperchill Kaltwassersätze von Parker Hiross, die unter anderem zur Druckluftkühlung eingesetzt werden, sind seit mehr als 30 Jahren auf dem Markt. Dank kontinuierlicher Weiterentwicklung sind die Aggregate mit energiesparenden Kältekompressoren und einer für einen umfassenden Anwendungsbereich geeigneten Steuerung ausgestattet. Der Verdampfer befindet sich im Tank und ist mit einem Temperatur-Kontrollfühler am Wasserauslauf ausgerüstet.

Filtrationslösungen
Auswahl des richtigen Filters
Nicht nur aus Druckluft, auch aus hydraulischen Fluiden müssen Verunreinigungen entfernt werden, um den störungsfreien Betrieb industrieller Anlagen sicherzustellen. Die EPF-Hochdruckfilterserie von Parker verwendet umweltfreundliche, patentierte Filterelemente, die kein Metall enthalten, da der Stützkörper ein Teil des Filtergehäuses ist. Damit wird die Entsorgung des Filterelements nach dem Austausch erleichtert.

Auswahl und Einsatz der Filtertechnik tragen zur Steigerung der Produktivität bei gleichzeitiger Kostensenkung bei. Parker unterstützt Anwender bei der Auswahl des für ihren Bedarf am besten geeigneten Filters mit einem Tool im Internet (www.parkerhfde.com). Mit Hilfe des ParFit Selectors können hier auch passende Austauschelemente für Filtergehäuse vieler anderer Hersteller gefunden werden.