CEO von Dassault Systèmes Solidworks Gian Paolo Bassi spricht in der General Session der Solidworks World 2016 vor mehreren Tausend Zuhörern. (Bild: ke-next.e/do)

CEO von Dassault Systèmes Solidworks Gian Paolo Bassi spricht in der General Session vor mehreren Tausend Zuhörern. (Bild: ke-next.e/do)

Die Teilnehmer der Konferenz Solidworks World 2016 erwartete im texanischen Dallas ein bunter Mix aus Veranstaltungen. Neben zahllosen Fortbildungsvorträgen gewährten die Veranstalter ihrem Publikum einen Ausblick auf kommende Produkte, Features in Solidworks 2017 und herausragende Projekte, die mit der Software umgesetzt werden oder wurden.

Gian Paolo Bassi, CEO von Dassault Systèmes Solidworks, eröffnete die Veranstaltung mit einem Exkurs zum Thema Innovation. Sie bestehe für ihn aus Kreativität und Ausführung, erklärte er. Innovation ruhe auf drei Säulen: Menschen, Anwendungen und Infrastruktur. Was Punkt zwei angeht, hatte der Vorstand gleich zwei Neuigkeiten mit nach Dallas gebracht: Solidworks Visualize und Solidworks PCB.

Ausblick auf neue Produkte

Visualize ist ein Werkzeug, um aus CAD-Modellen einfach und schnell Bilder zu rendern. Es wird zusammen mit der Professional- und der Premium-Edition ausgeliefert. Anwender importieren das Modell in einem der gängigen CAD-Formate, weisen Farben und Materialen, die Umgebung und Lichtverhältnisse sowie Kameras zu und rendern anschließend das gewünschte Bild, beispielsweise für Marketingzwecke.

Solidworks PCB entspringt der Partnerschaft mit Altium, einem Anbieter für Elektronikdesign-Werkzeuge. Das Programm soll die Lücke zwischen dem elektrischen und der mechanischen Konstruktion schließen und die Zusammenarbeit der zwei Bereiche erleichtern. Die Arbeit an der elektrischen Konstruktion erledigen Anwender in Solidworks PCB, die mechanische in Solidworks. Änderungen, die Anwender in einem der beiden Programme durchführen, lassen sich per Mausklick synchronisieren und über eine Art Chat-Fenster kommentieren. Mit Beginn des zweiten Quartals 2016 soll das Programm verfügbar sein.

Darüber ist das Unternehmen aktuell dabei, drei weitere Werkzeuge zu entwickeln, die den Anwendern flexibleres Arbeiten ermöglichen sollen. Dazu gehören die App XDrive für Clouddienste, beispielsweise zum sicheren Teilen von Daten, und das Programm Part Supply, mit dem Konstrukteure und Entwickler bestehende Teile auffinden und wiederverwenden können. Dritter im Bunde ist XDesgin. Mit dieser Anwendung können Konstrukteure auf jedem beliebigen Gerät, das über einen Browser verfügt, neue Teile zeichnen. Die Software soll die Anwender dabei möglichst gut unterstützen: In der Demonstration zeigt das Unternehmen, wie der Konstrukteur beispielsweise schnell ein Stativ für eine Kamera designt, indem er nur die Fußpunkte festlegt. Das Programm gibt dann bereits eine grobe Form vor, die nur noch verfeinert werden muss. Die Beta-Versionen von XDrive und XDesign sind voraussichtlich im Mai erhältlich.

Bier nach Belieben

Brewbot: Bierbrau-Roboter
Das Unternehmen liefert nicht nur den Brau-Apparat, sondern auch entsprechende Rezepte und Zutaten. Der Käufer ist jedoch nicht auf die Versorgung durch den Hersteller angewiesen, sondern kann eigene Quellen nutzen. (Bild: Brewbot)

Mit den Anwendungsbeispielen zeigte das Unternehmen am zweiten Tag der Veranstaltung dann die ganze Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten von CAD-Software. Mit dabei war das Unternehmen Brewbot, das Roboter zum Bierbrauen herstellt. In dem schrankähnlichen Konstrukt können Anwender in handlichen 25- bis 45-Liter-Portionen Bier herstellen, entweder nach einem der Rezepte, die das Unternehmen bereitstellt, oder als Eigenkreation. Benachrichtigungen darüber, wann der Bediener etwas zu tun hat, erhält er praktischerweise auf sein Handy. Die zugehörige App erlaubt es außerdem, Rezepte zu tauschen und zu verbreiten. 10.000 Dollar kostet das Modell.