Durch eine Kombination aus einer Zentralschmieranlage (1), einem Zustandsüberwachungssystem (2) und

Durch eine Kombination aus einer Zentralschmieranlage (1), einem Zustandsüberwachungssystem (2) und der Schnittstelle SKF Condition Based Lubrication (3) kann den Lagern von Windenergieanlagen bei Bedarf automatisch zusätzlicher Schmierstoff zugeführt werden. Bild: SKF

Auf der WindEnergy in Hamburg hat SKF das Condition Based Lubrication vorgestellt: Durch eine Kombination aus einem Zustandsüberwachungssystem, dem neuen SKF Condition Based Lubrication-Interface und einer Zentralschmieranlage lässt sich den Lagern von Windenergieanlagen bei Bedarf automatisch zusätzlicher Schmierstoff zuführen. Auf diese Weise lässt sich die Lebensdauer der Lager in Windenergieanlagen verlängern. Wenn Servicetechniker zu schwer zugänglichen Windenergieanlagen, beispielsweise auf dem offenen Meer, anreisen müssen, kommt das den Betreiber teuer zu stehen. Um solche kostenintensiven Anreisen wegen manueller Extraschmierungen zu verhindern, hat SKF das neue Condition Based Lubrication-Interface entwickelt. Es ermöglicht eine automatisch dosierte Fernschmierung von schwer zugänglichen Lagern in Windenergieanlagen.

Die Zentralschmieranlage überwachen

Und so funktioniert das Ganze: Das Condition Based Lubrication ist eine Schnittstelle für den Anschluss von SKF- oder Lincoln-Schmiersystemen (SKF WindLub) an Zustandsüberwachungssteuerungen (SKF WindCon). „Die Schnittstelle führt die beiden Systeme zusammen und ermöglicht neue Funktionen“, erklärt Produktmanager Harry Timmerman von SKF WindCon. Mit dem Condition Based Lubrication kann WindCon gezielt die Zentralschmieranlage überwachen. Dies beinhaltet beispielsweise die Kontrolle des Schmierstoffverteilers sowie den Füllstand im Fettbehälter. Bei auftretenden Fehlern, wie zum Beispiel Systemblockaden oder leerem Fettbehälter, erhält der Betreiber eine sofortige Benachrichtigung. Sobald das Zustandsüberwachungssystem also eine Störung erkennt, kann via Condition Based Lubrication die Schmierpumpe so gesteuert werden, dass sie zusätzlich zum fest eingestellten Schmierintervall weitere Schmierzyklen durchführt. Dabei legt ein Zustandsüberwachungsspezialist die Auslöseschwelle für die Zusatzzyklen fest. „Die Schmierungsplanung kann nun automatisch auf die Messungen des SKF WindCon CMS reagieren“, so Timmermann.

Das Condition Based Lubrication

Das Condition Based Lubrication ist ein Interface zum Anschluss von SKF- oder Lincoln-Schmiersystemen (SKF WindLub) an Zustandsüberwachungssteuerungen (SKF WindCon). Durch die Früherkennung einer drohenden Mangelschmierung samit automatischer Schmierung lassen sich manuelle Instandhaltungsarbeiten vermeiden. Bild: SKF

Kostengünstige Erweiterung

„Als Ergänzung zu einem bereits geplanten Zustandsüberwachungs- und Schmiersystem ist Condition Based Lubrication eine sehr kostengünstige Erweiterung“, so der Produktmanager. Durch die Früherkennung einer drohenden Mangelschmierung in Kombination mit der automatischen Schmierung lassen sich manuelle Instandhaltungsarbeiten vermeiden. Das ist insbesondere für Offshore-Anlagen ein wichtiger Vorteil. Außerdem werden Stillstandszeiten und Produktionsausfälle bis zur Einleitung entsprechender Maßnahmen verringert, die Lebensdauer der Windkraftanlage verlängert sich, und das Risiko kaskadierender Ausfälle sinkt. Alle Produkte des Unternehmens für die Windenergiebranche gehören zum Portfolio mit dem Namen BeyondZero – Produkte mit verbesserten Umwelteigenschaften, die alle ökologische Vorteile bieten.