Die Sonnenenergie-Fachmesse Intersolar wird zur Intersolar Europe 1

Internationalität ist Trumpf. Das denkt sich auch die deutsche Solarbranche, deren Produkte sich dank eines Know-how-Vorsprungs zu einem Exportschlager entwickelt haben. Und immer gilt: Der Vertrieb folgt den Märkten. Deshalb ist die Fachmesse Intersolar mittlerweile neben Europa auch in Nordamerika, Indien und China vertreten. Die Messe in München ist die größte der vier Einzelveranstaltungen und wurde, um international zuordenbar zu bleiben, in Intersolar Europe umbenannt.

Der Veranstalter erwartet rund 1500 Aussteller aus aller Welt, und damit mehr als im Vorjahr. Und auch was die Besucherzahlen anbetrifft sind die Veranstalter optimistisch und gehen für 2010 von über 60000 internationalen Besuchern aus. Zuletzt kamen 50 Prozent der Aussteller und 39 % der Besucher aus dem Ausland auf das Gelände der Neuen Messe München.

Die klare Gliederung in die Bereiche Photovoltaik und Solarthermie erleichtert Ausstellern und Besuchern die Orientierung auf der Messe. Außerdem wird dem Bereich „Photovoltaik-Produktion“ wie bereits 2009 eine eigene Halle gewidmet. Die Veranstalter der Intersolar Europe kooperieren dabei wie im Vorjahr mit der PV Group, einer auf Photovoltaik spezialisierten Initiative des internationalen Halbleiterverbands SEMI.

Neuer Name, neues Glück

Mit der Intersolar North America in San Francisco, der Intersolar India in Hyderabad und der ersten Kooperation der Intersolar Asia mit der Solarcon China in Shanghai konnten die Veranstalter der Intersolar seit 2008 die Messe erfolgreich international verankern. 2010 geht die Intersolar in München erstmals als Intersolar Europe an den Start. „Die neue klare Systematik unserer internationalen Messen erleichtert die Kommunikation und die Orientierung für unsere Aussteller und Besucher weltweit. Gleichzeitig verbindet sich für uns damit auch ein eindeutiges Markenversprechen an die Branche weltweit, nämlich die globale Vernetzung der Solarbranche und aller angeschlossenen Branchen auf einer weltweiten Messe“, kommentiert Markus Elsässer, Geschäftsführer von Solar Promotion als einem der beiden Veranstalter der Intersolar Europe die neue Namensgebung.

Solarthermie im Fokus

Neue Richtlinien der Europäischen Union und technische Weiterentwicklungen stärken die Bedeutung der Solarthermie weltweit. Die Potenziale und Perspektiven des internationalen Solarthermiemarktes sind daher wichtige Schwerpunkte der Messe. Voraussetzung für das Wachstum ist aber, dass die verbreitete Investitionszurückhaltung überwunden und jetzt in Solarthermie investiert wird. Zusätzlich ist es notwendig die Technologien zur Nutzung der Solarwärme laufend weiterzuentwickeln.

Große Entwicklungspotenziale sehen Forscher und Hersteller vor allem bei der solaren Beheizung von Gebäuden, der Erzeugung von Prozesswärme für gewerbliche Anwendungen und in der solaren Kühlung. Außerdem sollen die Anlagenkosten zukünftig deutlich reduziert werden.

Auch eine bessere Integration in die Gebäudehülle und die Entwicklung neuer Technologien für Solarkollektoren stehen im Fokus der Branche. Kollektortypen mit bislang untergeordneter Bedeutung, aber viel versprechenden Perspektiven sollen verstärkt weiterentwickelt werden, etwa Luftkollektoren. Auch Prozesswärmekollektoren, die Wasser auf bis zu 250 °C aufheizen können, werden intensiv erforscht und weiter für den Markt erschlossen. Bislang können von heizungsunterstützenden Solarwärmeanlagen etwa 20 bis 30 Prozent des Wärmebedarfs eines Gebäudes mit relativ geringem Aufwand solar gedeckt werden.

Deutlich höhere solare Deckungsanteile können dann einfach erreicht werden, wenn effektivere Wärmespeicher zur Verfügung stehen. Die Entwickler der technologisch führenden Forschungsinstitute und Unternehmen innerhalb der Branche verfolgen deshalb das Ziel, eine neue Generation hocheffizienter Wärmespeicher zu entwickeln. Durch den Einsatz leistungsfähiger und effizienter thermischer Solaranlagen wird es möglich sein, den Wärme- und Kältebedarf von „Solar-Aktiven-Gebäuden“ vollständig durch Solarenergie zu decken.

Begleitende Fachkonferenz

Am 7. Juni, bereits zwei Tage vor Eröffnung der weltweit größten Fachmesse für Solartechnik Intersolar Europe, fällt der Startschuss für die Intersolar Europe Conference. Fünf Tage, bis zum 11. Juni, tagt die internationale Solartechnikbranche im Internationalen Congress Center München (ICM) der Neuen Messe München. Die Veranstaltung konzentriert sich auf die Themen „Photovoltaik“, „Solarthermie“ und „solarthermische Kraftwerke“. Mehr als 140 Referenten und über 2000 Teilnehmer aus aller Welt werden zu den über 30 Einzelveranstaltungen der Konferenz erwartet.

In Vorträgen, Workshops, Seminaren und Diskussionsrunden können sich die Besucher über Trends und Entwicklungen der Solarwirtschaft informieren. Die Eröffnungsveranstaltung „PV Market Trends Europe“ und die Session „Solar Themal Markets EU and Mediterranean“ geben einen Überblick über die europäischen Märkte. Auch weitere aufstrebende Solarmärkte, wie die USA, China und Indien werden in eigenen Veranstaltungen beleuchtet. Neben den internationalen Märkten stehen auch die neuesten Technologien, Finanzierungsfragen und die aktuellen internationalen politischen Rahmenbedingungen im Fokus der Konferenz.

In diesem Jahr treten die Einzelveranstaltungen der vergangenen Jahre erstmals gebündelt unter dem gemeinsamen Dach der Intersolar Europe Conference auf. Die neue Struktur verschafft den Teilnehmern eine gute Übersicht über die unterschiedlichen Veranstaltungen. Darüber hinaus ist die Buchung der Veranstaltungen dank gebündelter Registrierung für mehrere Veranstaltungen und der Einführung einer Konferenz-Flatrate einfacher geworden.

www.intersolar.de