Getriebe gut geschmiert 1

Zu den Pionieren der Windenergie zählen seit fast 30 Jahren die Hochleistungsschmierstoffe der Marke Castrol. OEM-Managerin Kirsten Tschauder erklärt, wie Sie mit maßgeschneiderten Dienstleistungen rund um Öle und Schmierstoffe die Leistung, Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Windenergieanlagen erhöht.

In die Windkraft-Welt stieg Castrol früh ein. Es begann in den 80er Jahren in den USA, als in Kalifornien die ersten großen Windenergieanlagen entstanden. Kirsten Tschauder, OEM-Managerin bei dem BP-Geschäftsbereich Industrial Lubricants & Services mit den Marken BP, Aral und Castrol, zu den Anforderungen: „Die Umgebungsbedingungen sind oft nicht vorhersehbar, weil sie sich ständig ändern. Wer auf diesem Gebiet aktiv ist, muss mit allem rechnen. Das heißt: Es gilt viele Sicherheitsreserven einzuplanen.“

Castrol hat daher spezielle Produkte nur für Winkraftgetriebe entwickelt. Es handelt sich beispielsweise um die Öle der Reihen Castrol Optigear und Castrol Tribol, die mit dem starken Fokus auf Windenergie entstanden. Die Anforderungen der Getriebehersteller sind hoch: Der in Mönchengladbach ansässige BP-Geschäftsbereich arbeitet daher beim Entwickeln und Optimieren neuer Produkte eng mit den Herstellern zusammen.

Tschauder: „Wir sprechen sie schon vor der Entwicklung eines neuen Öles oder Schmierstoffs an, ob die uns in Papierform vorliegenden Anforderungen noch stimmen.“
Was hat sich mit den ständig steigenden Leistungen der Windräder geändert? Die Entwicklungszeiten haben sich laut der Fachfrau deutlich erhöht, weil beispielsweise das Überprüfen und Erfüllen der Qualitätsmerkmale sehr viel aufwendiger ausfällt. Es kamen auch neue Anforderungen hinsichtlich der Reinheitsklassen von Frischölen hinzu.

Der Aufwand lohnt sich aber. In den Jahren 2000 und 2001 kam es in der gesamten Branche zu Ausfällen. Nach Einführen von besserer Ölpflege, Filtration, Kühlung und neuen Reinheitsklassen  herrsche nun aber Ruhe in Sachen Ausfälle: „Die Zahl der ölbedingten Ausfälle ist deutlich zurückgegangen“, meint die OEM-Managerin. „Es ist schon lange her, dass ich einen derartigen Vorfall auf den Tisch bekam.“ Castrol hilft bei der Inbetriebnahme und schon bei den Prüfläufen. Da gehe es dann um Fragen zum Einfüllen des Öls, zu den Reinheitsklassen oder zum Spülen beim Ölwechsel.

Im späteren Betrieb bietet das Unternehmen mit Hilfe von Serviceleistungen wie Castrol LabCheck oder Castrol Predict Analysen an, die den Zustand des Öles und teilweise des Getriebes beurteilen. Tschauder: „Wir können mit sehr akribischen Untersuchungen der Partikel sogar feststellen, ob und wann ein übermäßiger Verschleiß ansteht.“ Es handelt sich um Partikelgrößen im Bereich von vier oder sechs Mikrometer, die auch in der Mobilhydraulik üblich sind.