Unter den vielen Ideen zur Nutzung der Meeresenergie kristallisieren sich aktuell zwei besonders Erfolg versprechende Ansätze heraus: Strömung und Wellengang. Strömungskraftwerke arbeiten im Prinzip genauso wie Windenergieanlagen. Die Strömung treibt Rotoren an, die über einen Generator Strom erzeugen.

Aber genau so, wie sich der Propellerantrieb eines Flugzeugs vom Schiffsantrieb eines Hochseefrachters unterscheidet, benötigen Meeresanlagen eigene technische Lösungen. Obwohl Meeresströmungen wesentlich langsamer fließen als Windbewegungen, reichen unter Wasser deutlich kleinere Rotoren als bei Windturbinen aus, um kraftvolle Drehbewegungen zu erzeugen. Die entscheidende Herausforderung ist die Umwandlung dieser Drehbewegung in elektrische Energie.

Wie bei Windturbinen bietet Bosch Rexroth hier auch mechanische Getriebe. Darüber hinaus gibt es auch ganz andere Ansätze für die Energieumwandlung: den hydraulischen ‚Power Take off‘. Dabei treibt der Rotor eine hydraulische Pumpe an. Diese Pumpe fördert das Hydrauliköl zu einem weiteren hydraulischen Verstellmotor, der direkt den Generator für die Stromerzeugung antreibt. Der besondere Charme dieser Lösung: Nur die Hydropumpe arbeitet unter Wasser und versorgt über dünne Leitungen das eigentliche Aggregat über Wasser, was die Wartung vereinfacht und die Zuverlässigkeit verbessert.

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