Sonderbaugröße 5.4, Bild: Leantechnik
Das Lifgo-Zahnstangengetriebe der Sonderbaugröße 5.4 hat Leantechnik zusätzlich zu den bereits vorhandenen drei Baugrößen entwickelt. Bild: Leantechnik

Die Ingenieure konstruierten eine entsprechend dimensionierte und für die hohen Lasten ausgelegte Portalanlage. Um das Führen und Heben der schweren Anhängelast mechanisch sauber und mit gleichzeitig möglichst wenig Aufwand zu gestalten, entschieden sich die Maschinenbauer zum Einsatz von zwei Lifgo-Getrieben der Baugröße 5.4 von Leantechnik. Bereits seit 1996 setzt das Unternehmen in seinen Maschinen auf diese Antriebstechnik. „Der erste Kontakt kam auf der damaligen Messe Euroblech zustande. Voma gehört mit zu unseren ersten Kunden“, erinnert sich der Vorstand von Leantechnik Reinhard Janzen. „Ausschlaggebend für unsere Entscheidung zugunsten der Lifgo-Getriebe ist deren konstruktive Besonderheit: Denn sie vereinen Antrieb und eine separate lineare Führung in einem einzigen Bauteil. Dadurch ist der Einbau sehr einfach,“ erläutert Knut Vogel. Im Falle der neuen Portal-Stapelanlage wird die Saugtraverse direkt mit den Zahnstangen der Lifgo-Getriebe verbunden.

Diese sind links und rechts vom antreibenden Servomotor auf dem Hubrahmen montiert. Da in der neuen Anlage genügend Platz zur Verfügung steht, wäre eine separate Antriebs- und Führungseinheit als Lösung ebenfalls denkbar gewesen. „Diese Variante hätte aber zusätzlichen konstruktiven Aufwand bedeutet und letztendlich mehr Kosten verursacht. Im Übrigen sahen wir keinen Grund, das bewährte System zu verändern“, erklärt Vogel. „Mit dem Lifgo der Baugröße 5.4, der Lasten bis zu 2,5 Tonnen pro Getriebe aufnehmen kann, konnten wir die Exaktheit des Hebeprozesses allein mithilfe der hochpräzisen Zahnstangen problemlos mechanisch umsetzen.“ Die während der Konzeptionsphase gestellte Überlegung, den Hub mit vier Lifgos der Baugröße 5.3 zu realisieren, wurde aufgrund der konstruktiven Vorteile und einer weniger aufwendigen Mechanik zugunsten der neuen Sonderbaugröße 5.4 verworfen.

Antrieb und Führung in einer Einheit

Lifgo 5.4, Bild: Leantechnik
Der neue Lifgo 5.4 ist ein Zahnstangengetriebe für Anwendungen im Schwerlastbereich. Bild: Leantechnik

Jedes Getriebe besitzt ein kompaktes Gehäuse, in dem sich ein Ritzel mit Kugelumlaufführung befindet. Durch diese Führung fährt eine Zahnstange am Ritzel entlang, weshalb die Getriebe auch als Zahnstangengetriebe bezeichnet werden. Je nachdem, ob die Zahnstange oder das Ritzel angetrieben werden, kommt entweder eine Übersetzung der Bewegung des Ritzels in die Zahnstange oder umgekehrt zustande. Zahnstange und Gehäuse lassen sich als Heber und Träger von Vorrichtungen verwenden und sind somit flexibel für viele verschiedene Aufgabenstellungen einsetzbar. Eine Verbindung über Profilwellen stellt synchron ablaufende Bewegungen her.

Mit den Zahnstangengetrieben der Baureihe 5 lassen sich hohe Traglasten bei geringen Laufgeräuschen realisieren. Die Getriebe zeichnen sich durch eine große Positioniergenauigkeit, eine hohe Hubgeschwindigkeit und eine hohe Querkraftaufnahme aus. Sie können einfach und in allen Positionen von der Ober- und der Unterseite angeschraubt werden. Die neue Sonderbaugröße 5.4 eignet sich für schwere Lasten und lange Hübe. Die Zahnstange wurde gegenüber der Baugröße 5.3 um 40 Prozent verbreitert, das Gehäuse verändert. Mit Abmessungen von 180 x 165 x 200 Millimetern ist es nun etwas breiter, nicht mehr quadratisch. Damit hat Leantechnik im Vergleich zur Baugröße 5.3 die Belastbarkeit um 57 Prozent erhöht. Selbst bei Geschwindigkeiten von drei Metern pro Sekunde lässt sich eine Hubkraft von bis zu 25.000 N erreichen. Zusätzlich zur Standardausführung sind die Getriebe in den Ausführungen Lifgo Doppel, Lifgo Linear und Lifgo Excenter mit einstellbarem Zahnflankenspiel erhältlich.

Ein weiterer Aspekt für den Maschinenbauer sind die hohen Anforderungen, die das 5.4-Getriebe im Hinblick auf Geschwindigkeit und Synchronisation erfüllt. Bei der neuen Portal-Stapelanlage werden die auf der linken und rechten Seite des Hubrahmens montierten Getriebe über jeweils eine Profilwelle von dem in der Mitte angebrachten Servomotor angetrieben, die Regelung der Hubgeschwindigkeit übernimmt die Steuerung. Damit wird ein synchrones und gleichmäßiges Anheben und Absenken der schweren Platten gewährleistet. „Aus unserer langjährigen Erfahrung heraus können wir den Produkten von Leantechnik außerdem eine sehr hohe Präzision, sehr gute Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bescheinigen“, führt Vogel weiter aus. Daneben überzeugen sie durch ihren geringen Wartungsbedarf. Nach dem Einbau fallen keine aufwendigen Arbeiten an, ein Abschmieren mit der Fettpresse ist ausreichend. bj

Getriebeserie, Bild: Leantechnik
Die Getriebeserie ist mit einer linear geführten Zahnstange für schnelle, präzise und synchrone Bewegungen ausgestattet. Bild: Leantechnik

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