Flächengreifsystem FXP, Bild: Schmalz

Das Flächengreifsystem FXP mit Schutzüberzug für die schonende Handhabung empfindlicher Werkstücke. Bild: Schmalz

Der Transport von Gütern mit sensibler Oberfläche erfordert sprichwörtlich ein feines Händchen. Deshalb hat der Greifsystem-Spezialist Schmalz für die hauseigenen Vakuum-Flächengreifsysteme FXP/FMP einen speziellen Überzug entwickelt. So lässt sich beispielsweise auch sehr dünnes Glas schonend und ohne Kratzer greifen. Mit dem Schutzüberzug aus Spezialgewebe kann das Greifsystem auch in Reinraum-Anwendungen eingesetzt werden.

Ein Greifer, viele Aufgaben und Materialien

Die Vakuum-Flächengreifsysteme FXP und FMP wurden mit Fokus auf maximale Flexibilität bei automatisierten Handhabungsabläufen ausgelegt. Mit nur einem Greifer soll so automatisiertes Palettieren, Depalettieren, Kommissionieren und Sortieren unterschiedlichster Güter verschiedenster Abmessungen ermöglicht werden. Werkstücke aus unterschiedlichsten Materialien wie Karton, Holz, trockenem Blech und Kunststoff sowohl mit als auch ohne Aussparungen lassen sich handhaben. Die integrierte Ventiltechnik der Flächengreifsysteme und der weiche, anpassungsfähige Dichtschaum mit kleinen Saugzellen ermöglichen eine schonende Handhabung von Werkstücken mit unterschiedlichen Formen und Größen.

Das Add-on: Der Schutzüberzug

Statten Betreiber diese Flächengreifsysteme zusätzlich mit dem neuen Schutzüberzug aus, können sie zum Beispiel dünnes Displayglas entlang der gesamten Montagelinie ohne Beschädigung transportieren. Werkstücke mit beschichteten und polierten Oberflächen lassen sich ebenfalls kratzerfrei handhaben. Auch bei der Herstellung von Gläsern im Gebäude- und Automobilsektor ist die Kombination von Flächengreifer und Schutzüberzug ein effizientes Arbeitsmittel. Die Flächengreifsysteme mit dem Spezialgewebe sind zudem für den Einsatz in Reinraumklassen 2 bis 6 zertifiziert.

Die Grundfläche des Greifers aus Schaum mit kleinen Vakuum-Kammern verteilt die erforderliche Saugkraft gleichmäßig auf das zu hebende Teil – in Kombination mit dem Spezialgewebe besonders materialschonend. Im Vergleich zu anderen Saugverfahren können bei einem Flächengreifer mit Schaum keine Scherkräfte durch schräg stehende Saugerlippen entstehen. Dies verhindert die Relativbewegung zwischen Saugerlippe und Oberfläche: Der Kunststoff rubbelt beim Ansaugvorgang nicht über das Werkstück und kann dadurch keinen Abrieb verursachen. Die empfindlichen Oberflächen bleiben unbeschädigt. Der Anwender profitiert von einem leicht zu bedienenden und wartungsfreundlichen System. Verschmutzte Schutzüberzüge lassen sich durch eine trennbare Klebeverbindung einfach und schnell austauschen. Das definierte Lochbild der Gewebeschicht ermöglicht eine stets ausreichende Luftdurchlässigkeit. Dies sorgt für hohe Prozesssicherheit und optimal angepassten Oberflächendruck.

Smarte Greifer

Smart Field Devices, Bild: Schmalz
Sprechen Industrie 4.0: Smart Field Devices von Schmalz für eine vernetzte Produktion. Bild: Schmalz

Auf der Hannover Messe 2017 zeigte das Unternehmen unter anderem die Smart Field Devices der „i“-Serie intelligenter Vakuum-Erzeuger mit der Kompaktejektoren-Baureihe SXPi/SXMPi und dem Compact Terminal SCTMi als High-End-Ausführung. Neben einem effizienten Produktbetrieb ermöglichen sie die Steuerung und Überwachung des gesamten Prozesses. Alle energie- und performancerelevanten Parameter im gesamten Vakuum-System werden erfasst, überwacht und analysiert. Damit wird in automatisierten Prozessen ein hoher Grad an Transparenz und Produktivitätsgewinn möglich. Energy Monitoring sorgt für den geeigneten Energieverbrauch des Gesamtsystems. Der Zustand der Anlage wird über Condition Monitoring überwacht. Dadurch ist die Anlagenverfügbarkeit deutlich höher. Predictive Maintenance ermöglicht eine vorrausschauende Wartung.

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