Dank dem Metallgehäuse halten die Geräte einiges aus. Gut sichtbar ist die spezielle

Dank dem Metallgehäuse halten die Geräte einiges aus. Gut sichtbar ist die spezielle Beleuchtungsoptik für ein intensiv ausgeleuchtetes Bildfeld.

Der Anwender entschied sich aus mehreren Gründen für die Baureihe LSIS 400i. Bei der Smart-Kamera-Baureihe LSIS 400i steht das Smart vor allem für Funktionen und Schnittstellenvielfalt zur intelligenten Vernetzung und zur Integration in Steuerungssysteme. Bernhard Voigt von Voigt Technology nutzt die Kameras von Leuze Electronic, um Kontrollsysteme für die Getränkeindustrie zu realisieren.

Kartons am Band

Bis zu 6000 Kartons rauschen pro Stunde an den Smart Kameras vorbei.

„Kontrollsysteme in Getränkeabfüllanlagen sind häufig sehr individuelle Lösungen, die zwischen einzelnen Prozessschritten implementiert werden“, erzählt Bernhard Voigt, der sich mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Servicetechniker in der Getränkeindustrie auf die Entwicklung und Realisierung von Lösungen in der Prozess- und Qualitätskontrolle spezialisiert hat.

„Häufig sind es neue Kontrollschritte, die aufgrund wachsender Qualitätsanforderungen oder die im Zuge von Anlagenerweiterungen in bestehenden Anlagen ergänzt werden“, erklärt Voigt. Das Spektrum entsprechender Systeme im Umfeld von Getränkeabfüllanlagen reicht von Leergut- und Vollkastenkontrollen über Flaschenkonturerkennungen, Füllhöhenkontrollen, Deckel-Schrägsitzerkennung, Etikettenkontrollen bis hin zu Ausleitsystemen und dergleichen.

Smart Kameras

Smart Kameras lesen die 2D-Data-Matrix-Codes auf den Kartons. Diese enthalten produktbezogene Daten, gegebenenfalls auch auch logistische Daten für die Ablaufsteuerung.

Eines von Voigts jüngsten Projekten betrifft die Abfülllinien in der Traditionssektkellerei Herres in Trier. Sie werden mit Kontrollsystemen ausgestattet, die aufgedruckte 2D-Data-Matrix-Codes auf Sektkartons erkennen und überprüfen. Wie in vielen anderen seiner Applikationen auch verwendet Voigt hier als Kernkomponenten die Sensoren von Leuze Electronic, in diesem Fall die Smart Kameras der Baureihe LSIS 400i. Diese haben den Vorteil, dass sie alle Komponenten zur Bildverarbeitung in einem Gerät vereinen, also auch Beleuchtung, Datenspeicher und Schnittstellen inklusive Display für Bedienung und Ergebnisanzeigen enthalten. Der Anwender spart sich damit eine zusätzliche Anschalteinheit und separat zu installierende Parametriersoftware. Die bei der Sektkellerei eingesetzten Geräte enthalten Funktionen zur Qualitätskontrolle (Messfunktion) und zum Codelesen.

Horst Meyer, Leiter Maschinentechnik bei Herres, erläutert den Vorteil der Kameras für die Instandhaltung: „Wir setzen zum Codelesen die Allroundversion LSIS 462i ein, weil wir solche Geräte bereits in anderen Applikationen erfolgreich verwenden, beispielsweise zur Bildauswertung im Rahmen der Kappenkontrolle. So lässt sich die Ersatzteilvorhaltung auf eine voll ausgestattete Gerätevariante begrenzen, die wir im Bedarfsfall überall nutzen können.“

Aufnahmen in spritziger Umgebung

Für die feuchte Umgebung in der Getränkeproduktion ist die industrietaugliche, robuste Ausführung der Smart Kameras im Metallgehäuse von Vorteil. Weitere Merkmale sind die motorische Fokusverstellung und die homogene Beleuchtung, welche der Gerätehersteller selbst entwickelt hat.

Bernhard Voigt

Bernhard Voigt im Einsatz: Er weiß besonders die einfache Parametrierung über den Webbrowser zu schätzen.

Durch die motorische Fokusverstellung kann das Produkt in Applikationen mit variierenden Kameraabständen eingesetzt werden. Der Fokus wird nicht manuell, sondern automatisch über die Programmumschaltung eingestellt. Das macht die jeweiligen Einstellungen reproduzierbar.

Ebenfalls qualitätsrelevant ist die integrierte Beleuchtung. Anstatt wie üblich LEDs zu verwenden, hat der Anbieter hierfür eine spezielle Optik entwickelt. Sie liefert ein rechteckig intensiv ausgeleuchtetes Bildfeld, das in einer Entfernung von 50 bis 250 Millimeter zum Prüfobjekt besonders homogen ist.