Modularer Aufbau, einfache Handhabung der drehbaren Stecker, kompakte Bauform – die

Modularer Aufbau, einfache Handhabung der drehbaren Stecker, kompakte Bauform – die SEC-Produktfamilie bietet zahlreiche Vorteile. Bild: Phoenix Contact

Noch immer gibt es Anlagenausfälle durch Blitze und Überspannungen – den besten Schutz davor bietet eine durchgängige Schutzgeräte-Produktfamilie. Mehr dazu von Phoenix Contact…

Um den Blitz- und Überspannungsschutz für Maschinen und Anlagen noch leistungsfähiger und langlebiger zu gestalten, hat Phoenix Contact die Safe-Energy-Control-Technologie SEC entwickelt. Damit ist eine Ableitervorsicherung nicht mehr notwendig.

Die SEC-Familie

Werden Blitzstromableiter Typ 1 wie üblich am Gebäudeeintritt der stromführenden Leitungen eingesetzt, so finden Überspannungsableiter Typ 2 und Typ 3 im Maschinen- und Anlagenbau ihren Einsatz.

Die Anforderungen der Maschinenbau-Industrie kennt Phoenix Contact aus erster Hand – das Unternehmen verfügt über einen hauseigenen Maschinenbau, der mit 180 Mitarbeitern alle Geschäftsbereiche des Unternehmens sowie die entwickelnden und produzierenden Standorte weltweit unterstützt. Das Leistungsspektrum reicht von der Erstellung manuell bedienbarer Vorrichtungen bis hin zu komplexen Fertigungssystemen im Bereich Handhabungs- und Verpackungsmaschinen.

Die wechselnden Trends und Anforderungen im Maschinen- und Anlagenbau sind so immer transparent – neue Produkte können auf kurzen Wegen in direkter Absprache mit dem Anwender entwickelt und umgesetzt werden. Die neue Blitz- und Überspannungsschutz-Familie mit Safe Energy Control-Technologie ist ebenfalls in diesem Kontext entstanden. Die Geräte erfüllen daher die Anforderungen des Maschinen- und Anlagenbaus.

Bei der Entwicklung neuer Komponenten für den Maschinenbau gilt es zudem, die Anforderungen etwas differenzierter zu betrachten, und dabei die unterschiedlichen Erwartungen des Anlagenbetreibers und die des Anlagenbauers zu berücksichtigen. Aus Sicht des Anlagenbetreibers sind Themen wie Anlagenverfügbarkeit oder niedrige Wartungskosten wichtige Kriterien. Für den Maschinen- und Anlagenbauer spielen auch Themen wie kürzere Installationszeiten oder modularer Maschinenaufbau eine wichtige Rolle.

Überspannableiter

Durch die schmale Bauform und den erweiterten vorsicherungsfreien Einsatz findet der Typ 2-Überspannungsableiter (Bildmitte) überall Platz. Bild: Phoenix Contact

Für Hersteller von Komponenten und Lösungen wie Phoenix Contact gilt es, bei Neuproduktentwicklungen für den Maschinen- und Anlagenbau möglichst viele Anforderungen zu berücksichtigen.

SEC für den Maschinen- und Anlagenbau

Mit der neuen Blitzstrom- und Überspannungs-schutz-Familie mit SEC-Technologie werden die Anforderungen der Betreiber und der Errichter der Anlage erfüllt. Das Produkt-Programm beinhaltet durchgängige und aufeinander abgestimmte Schutzkomponenten Typ 1, Typ 1 mit integrierter Sicherung, Typ 1+2, Typ 2 sowie Typ 3 mit integrierter Sicherung. Werden Blitzstromableiter Typ 1 wie üblich am Gebäudeeintritt der stromführenden Leitungen eingesetzt, so finden Überspannungsableiter Typ 2 und Typ 3 im Maschinen- und Anlagenbau ihren Einsatz.

Der durchgängig vorsicherungsfreie Einsatz der neuen Überspannungsschutz-Familie mit SEC-Technologie bietet dem Errichter und Betreiber der Anlage einen deutlichen Mehrwert. Den Entwicklern von Phoenix Contact ist es gelungen, den Feinschutz Typ 3 mit einer integrierten Sicherung zu konzipieren, sodass beim Einsatz in der Stichverdrahtung keine zusätzliche Vorsicherung mehr benötigt wird.

Hintergrundinfo 1

Safe Energy Control

Mit Safe Energy Control – kurz SEC – erhöht sich die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer des Blitzstrom- und Überspannungsschutzes. Die neu entwickelten Funkenstrecken in Kombination mit den Ableitern Typ 2 und Typ 3 bieten ein neuartiges Schutzkonzept für die Stromversorgung. Das einheitliche, kompakte Design und die durchgängige Steckbarkeit machen die SEC-Familie zu einem installationsfreundlichen Gesamtpaket.

Da das komplette Schutzgerät – also Überspannungsschutz plus Sicherung – nur den Platzbedarf einer Teilungseinheit von 17,5 Millimeter benötigt, spart der Errichter neben Zeit und Kosten bei der Installation vor allem Platz im Schaltschrank.

Installateur spart doppelt

Safe Energy Control

Das neue durchgängige Blitz- und Überspannungsschutz-Produktprogramm mit Safe Energy Control – die neue Funkstrecke verhindert jeden Netzfolgestrom, und die zusätzliche Vorsicherung entfällt. Bild: Phoenix Control

Einen ähnlichen Vorteil bietet auch der neue Überspannungsschutz Typ 2 aus der SEC-Familie. So kann das Gerät in Installationen, die bis 315 Ampere abgesichert sind, ebenfalls ganz ohne eigene Vorsicherung bei Stichverdrahtung betrieben werden. Da das Gerät ohnehin schon zu den weltweit schmalsten Überspannungsschutzgeräten auf dem Markt gehört, spart der Installateur hier doppelt. So lässt sich beispielsweise ein dreiphasiges TN-S-Netz auf unter drei Teilungseinheiten schützen – dafür werden weniger als 50 Millimeter auf der Tragschiene benötigt.

Ein weiterer Fokus wurde bei der Neuentwicklung der SEC-Familie auf die Installationsfreundlichkeit und Handhabbarkeit der Geräte gelegt. Durchgängige Dreh- und Steckbarkeit, bessere Sichtbarkeit der Statusanzeige und vereinfachte Handhabung sind neben der vergrößerten Beschriftungsfläche weitere Vorteile der Gerätefamilie. Für die immer wichtigere Forderung im Maschinen- und Anlagenbau nach Modularität ist es vorteilhaft, dass die Stecker und Basiselemente kodiert werden können.

So können sich innerhalb einer Ableiterklasse unterschiedliche Spannungsvarianten ein Basiselement teilen. Der Maschinen- oder Anlagenbauer kann dann beispielweise seinen Schaltschrank zunächst mit nur einem Basiselement vorbestücken. Je nachdem ob er nun Überspannungsschutz benötigt, kann der passende Schutzstecker für die vorgesehene Spannungsebene – so beispielsweise 120 Volt für amerikanische Anforderungen – aufgesteckt werden. Die Anlage ist so schließlich umfassend geschützt.

Neuartige Technik

Bei der Neuentwicklung der Ableiterfamilie mit SEC-Technologie wurden zahlreiche Anforderungen aus Industrie und Produktion umgesetzt. Mit der Netzfolgestrom-freien Funkenstrecke wurde das umfassende Überspannungsschutz-Programm von Phoenix Contact um eine neuartige Technik erweitert. Besonders der vorsicherungsfreie Einsatz in Stichverdrahtung und die daraus resultierende Platzersparnis bringt den Kunden im Schaltschrankbau einen Mehrwert.

Zusätzlich stehen bei der SEC-Familie die hohe Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit im Vordergrund – dafür sorgen umfassende Endkontrollen im Fertigungsprozess der Geräte. Sollte die Statusanzeige bei einem der Schutzgeräte aus der SEC-Familie einmal einen erforderlichen Austausch signalisieren, wird dieses bis fünf Jahre nach dem Kauf kostenfrei ersetzt. bf

Autor: Florian Lenzmeier, Phoenix Contact

Hintergrundinfo 2

Überspannungsschutz im Maschinen- und Anlagenbau

Um eine Anlage wirkungsvoll vor den Folgen von Überspannungen zu schützen, ist die richtige Positionierung der Schutzelemente ein wichtiges Kriterium. Wird beispielsweise ein Überspannungsableiter Typ 2 direkt an der Haupteinspeisung zum Schaltschrank eingesetzt, werden alle zu hohen Spannungsspitzen aus dieser Richtung auf ein verträgliches Maß reduziert. Aber wie sieht es mit Transienten und Spannungsspitzen aus, die innerhalb der Anlage entstehen?

Was passiert, wenn etwa bei Not- oder Hauptabschaltungen induktive Verbraucher wie Motoren hohe Impulse in die Anlage treiben? Hierdurch können em-pfindliche Verbraucher – wie etwa Steuerungen – erheblich beeinträchtig oder gar zerstört werden. Daher ist besonders darauf zu achten, von wo Transienten und Überspannungen zu erwarten sind und welche Anlagenteile besonders gefährdet sind. Im hier beschriebenen Fall würde der zusätzliche Einsatz eines Typ 3-Endgeräteschutzes Abhilfe schaffen. Diese Schutzgeräte werden unmittelbar vor dem zu schützenden Gerät installiert und begrenzen Transienten auf ein verträgliches Maß.