Für Unternehmen wird es also notwendig sein, das Thema Konfliktmineralien in Verknüpfung zu ihrem CSR in den Fokus zu nehmen. Die OECD hatte 2010 Ihren Leitlinien zur Sorgfaltspflicht nicht bindende Empfehlungen ausgesprochen. Die 2008 gegründete Conflict-Free-Sourcing-Initiative (CFSI) geht da weiter. Neben Orientierung hat man dort Formulare entwickelt, die sich als branchenübergreifender Standard etabliert haben. So wird es den Firmen ermöglicht mit Hilfe des konstenlosen und standardisierten Berichtformulars konfliktmineralienbezogene Informationen, über die gesamte Lieferkette hinweg, dokumentarisch und transparent nachzuvollziehen.

Auch kommerzielle Dienstleister positionieren sich mittlerweile und bieten Unterstützung für die Dokumentation. Damit Unternehmen ihrer Dokumentationspflicht zufriedenstellend nachkommen können, arbeitet man beispielsweise bei Ipoint-Systems an einer webbasierten Plattformlösung. Dort sind Templates, wie das CMRT von CFSI oder das IPC-1755, für die standardisierte Dokumentation eingebettet. So soll es ermöglicht werden, dass die Dokumentation entlang der gesamten Lieferkette, von der Mine über Distributoren und Zulieferer bis zum Unternehmen, transparent und automatisiert abgewickelt werden kann.

Anlagen- und Maschinenbauer in Deutschland werden sich also in absehbarer Zeit mit dem Thema Konfliktmineralien auseinandersetzen müssen, wenn die EU neue Richtlinien zum Thema erlässt. Mit Sicherheit als Teil des CSR-Managements, aber auch in der Entwicklung. Denn dort könnte es darum gehen, von vornherein so zu konstruieren, dass die Bauteile keine Konfliktmineralien enthalten.