Die Teilnehmer eines Executive MBA kommen aus der ganzen Welt.
Die Teilnehmer eines Executive MBA kommen aus der ganzen Welt. (Bild: WHU Otto Beisheim School of Management)

So ein Studium kostet bei Ihnen 79.000 Euro, das ist eine Menge Geld. Welche Erfahrungen haben Sie bei Ihren Absolventen gemacht: Wie viel kommt nach dem Studium wieder herein?

Das Financial Times Ranking, das sehr stark auf der Gehaltentwicklung der Absolventen beruht, gibt darüber einen guten Aufschluss. Man kann davon ausgehen, dass das Studium das Werkzeug für eine Karriereentwicklung gibt. Diese muss man dann aber selbst bestimmen. Wir sind kein Vermittler, der dafür sorgt, dass unsere Absolventen einen anderen Job kriegen. Im Gegenteil: Wir sind ja auch darum bemüht, die Unternehmen zu gewinnen und ihnen verständlich zu machen, dass ein EMBA-Studium die Entwicklungspotenziale eines Mitarbeiters entfalten kann und nicht automatisch dazu führt, dass ein Absolvent das Unternehmen verlässt. Das passiert nur dann, wenn das Unternehmen diesen Prozess nicht versteht oder nicht akzeptieren möchte und dem Teilnehmer damit keine Möglichkeit bietet, sich zu entwickeln.

Was sind denn die Grundvoraussetzungen, die ein interessierter Ingenieur für den Studiengang mitbringen sollte?

Diese beziehen sich auf alle Absolventen, nicht nur speziell auf Ingenieure. Bei unserem Assessment-Center schauen wir ganz stark auf die Arbeitserfahrung. Was bringt derjenige an Kompetenzen und an Führungserfahrung mit? Hat er schon Management-Erfahrung? Wenn nicht: Was bringt er ansonsten mit? Das ist ein wichtiger Punkt. Derjenige sollte auch, wenn möglich, schon international oder in internationalen Teams gearbeitet haben. Wir schauen auch darauf, ob jemand daran gewöhnt ist, im Team zu arbeiten anstatt als Einzelkämpfer. Das sind die wichtigsten Bereiche, die in einem Assessment-Center abgefragt werden. Mit den analytischen Fähigkeiten, die eine Rolle in zweiten Interview-Teil spielen, haben Ingenieure erfahrungsgemäß überhaupt gar keine Schwierigkeiten.

Was ist aus Ihrer Sicht für interessierte Ingenieure wichtig zu wissen?

Wenn sich jemand entscheidet sich für das Programm zu bewerben, dann muss er zu uns kommen. Wir möchten gerne jeden Teilnehmer persönlich kennenlernen. Wichtig ist auch, wenn jemand so eine Investition eingeht, dass er unsere Schule kennenlernt. Einige Interviewtage liegen so, dass man die Möglichkeit hat, im Unterricht dabei zu sein.

Wer mit dem Studium beginnen möchte, muss zuvor zwei Interviews bestehen. Wie darf man sich das konkret vorstellen?

Die Interviews werden von unseren Ehemaligen geführt, denn sie wissen, was jemand mitbringen sollte, um das Programm erfolgreich zu absolvieren. Und sie haben hohe Qualitätsansprüche, weil sie sicherstellen wollen, dass das Programm diese Qualität behält. Insofern durchläuft jeder Absolvent zwei Interviews, die jeweils von unterschiedlichen Alumni gehalten werden. Das erste Interview legt den Fokus auf den Lebenslauf: Was hat derjenige bisher gemacht? Was ist seine jetzige Position? Was ist die Motivation für den EMBA? Hat er sich darüber Gedanken gemacht, wie er den EMBA, der unglaublich viel Arbeit bedeutet, in ein wahrscheinlich schon vollgepacktes Berufsleben integrieren will? Hat er ein Backup-System in seinem beruflichen und privaten Umfeld, das ihm den Rücken freihält? Im zweiten Interview stellt ein anderer Alumnus analytische Fälle, damit wir die analytischen Fähigkeiten feststellen können. Wie kann der Kandidat mit Konflikten umgehen, also mit einer Situation, für die es keine Lösung gibt?

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