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Unternehmen müssen sich für die Digitale Transformation mehr um ihre Mitarbeiter kümmern. Denn in ihnen steckt das meiste Potenzial. Bild: ©Justin - Fotolia

Wenn Unternehmen glauben, dass der Kunde weiterhin kauft, weil er das Produkt immer gekauft hat, irren sie sich. Kundenzentriertheit steht an erster Stelle. Wenn das nicht so ist, werden Kunden und neue Mitbewerber beschimpft, anstatt sich um die Kundenbedürfnisse zu kümmern. Abgewählt heißt in der Wirtschaft: abgehängt und weg vom Fenster, ohne Pension.

Helfen kann die zentrale Philosophie agiler Methoden. Sie lautet 'Human centered' und umfasst auch die Mitarbeiter der Unternehmen. Hier läuft es ähnlich wie bei den Kunden: Mitarbeiter gehen weg oder ziehen sich in Frustration zurück. Das ist nicht neu, doch man kann es sich heute einfach nicht mehr leisten. Denn die Belegschaft ist das größte Potenzial eines Unternehmens. Ein Potenzial, das vielerorts vernachlässigt wird. Erwiesenermaßen sind zufriedene Mitarbeiter, die ihre Arbeit gerne machen, hoch motiviert, produktiv, innovativ und gesund. Ein übermäßiger Druck ist schädlich.

Unternehmen müssen in Zukunft ein hohes Maß an Flexibilität leisten. Ein Schlüssel dafür sind zufriedene und agilisierte Mitarbeiter. Wie diese fit für die Arbeitswelt 4.0 werden, zeigt ein kleines Agilitäts-ABC.

A wie Agilisierung

Agilisierung heißt zuallererst Flexibilisierung im Kopf, im Denken und im Handeln und auch in der Sichtweise. Abgeleitet aus agilen Methoden, die sich durch eine hohe Transparenz und eine offene Kommunikation auszeichnen. Es ist eine veränderte Herangehensweise zum Erarbeiten eines Zielprodukts und es ist eine neue Form der Zusammenarbeit. Der Einsatz ermöglicht eine Zeit- und Kostenersparnis für Lösungsfindungen in vielen Bereichen des Unternehmens.

B wie Bereitschaft

Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Die digitale Transformation verlangt nach Veränderungen, die das gesamte Unternehmen betreffen. Transformation heißt eben auch grundlegende Veränderung. Viele Unternehmen sehen das und sind doch ratlos, wo sie ansetzen sollten.

Bereits hier beginnt das neue Denken: es gibt keine fertige Lösung für die neue Arbeitswelt. Es gibt Ansätze und es werden auch dort immer wieder Kurskorrekturen nötig sein.

C wie CEOs

CEOs sind gefordert, sich für die neue Arbeitswelt mit dem Thema Flexibilisierung der Organisation als auch der Mitarbeiter zu befassen. Für diese ungewissen Zeiten ist die Agilisierung der Menschen quasi ein Schutzmechanismus für das Unternehmen, künftig schnell auf äußere Umstände reagieren zu können.

D wie Druck

Der Druck wird immer größer. Es kommt schleichend, bis plötzlich die bisher erfolgreiche Organisation nicht mehr greift oder Altbewährtes nicht mehr funktioniert. Es ist eine Konsequenz aus der sich stark verändernden Arbeitswelt. Auch die Beschränkung auf die rein technische Aufrüstung, ohne Berücksichtigung des Faktors Mensch, wird Unternehmen an ihre Grenzen führen.

E wie einzige Methode?

Eine einzige Methode für den Weg in die digitalisierte Zukunft gibt es nicht. Und in vielen Fragen gibt es heute das Dilemma, dass Entweder-oder-Entscheidungen nicht möglich sind und "richtig" nur noch "relativ richtig" ist.

Hier ist Flexibilität gefordert, um den Kurs nach jeder neuen Entscheidung korrigieren zu können. Das ist ein Leitgedanke des Design Thinking: Trust and follow the process.