Das Prinzip 'Höre auf zu planen. Vertraue dem Prozess und folge ihm!' in die Arbeitsprozesse einzubeziehen, ist eine Herausforderung. Wer damit nicht vertraut ist, benötigt dafür Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten beziehungsweise in die der Mitarbeiter und das Ablegen der Angst vor dem Scheitern, vor dem Fehler-Machen und vor dem Nicht-Planbaren.

Es braucht gleichzeitig eine größere Leichtigkeit, wie sie von Künstlern in Schöpferischen Prozessen gelebt wird. Und die entspringt dem Wissen beziehungsweise dem Erleben, dass ein Scheitern nicht gleichbedeutend mit Untergang ist. Es ist die Haltung: 'Üben und immer um eine wichtige Erfahrung reicher' oder 'experimenteller Zustand (iteratives Vorgehen): entwerfen, ausprobieren und korrigieren oder verwerfen, bis es gut ist'.

Die Herausforderung: es könnte schief gehen

Es ist die Angst, dem Verlauf des unbekannten Prozesses einfach zu vertrauen und auch sich selbst im Handeln damit. Der Mensch, sprich der Verstand, will Kontrolle. Die muss er aber gegen Vertrauen tauschen. Und der Verstand will den Beweis, dass es funktioniert. Wenn dies, wie beim Vertrauen, mit theoretischen Abhandlungen nicht möglich ist, überzeugen Sie den Verstand über das Erleben plus Input, damit er reflektieren und daraus neue Bewusstheit bilden kann (Verstand + Kreativität). Man muss es allerdings aktiv tun. Das positive Erleben lässt die Angst vor unbekannten Wegen und unklaren Zielen schwinden. Damit wächst das Vertrauen und die Haltung verändert sich.

Vielfach wird nach den jungen Menschen gerufen, die mit spielerischer Leichtigkeit auf der technischen Autobahn mitrennen. Die vieles einfach ausprobieren, so wie am Computer der Eltern, immer in neugieriger Erwartung, was geschieht und dann tatsächlich Ergebnisse erzielen. Da bedeutet: 'Don't plan. Trust and follow the Process!'

Mehr Offenheit

Dieser scheinbare Widerspruch im Design Thinking macht die Beteiligten während einer Sitzung agil.

  • Die wechselnde Raum- und Sitzplatz-Nutzung 'zwingt' die Teilnehmer aus ihrer Routine heraus und ermöglicht Perspektivwechsel.
  • Vorgeschriebene Tempowechsel für das Arbeiten 'zwingen' aus dem Routinedenken heraus.
  • Vorgegebene Anwenderzentriertheit 'zwingt' in den Service-Gedanken guter Verkäufer und Entwickler hinein.
  • Die geforderte Visualisierung sowohl der Protokolle als auch der Vorschläge 'zwingt' in anderes und kreatives Denken hinein und gleichzeitig über seinen perfektionistischen Schatten zu springen.
    'Zwingen' wird hier im Sinne von positiver Veränderung verwendet.

Der Gewinn sind flexiblere und offenere Führungskräfte, Mitarbeiter und Teams. hei

Über die Autorin

Business-Coach Amanda Pur., Bild: Pur

Amanda Pur ist Sängerin, Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. Vor ihrer Ausbildung an der Berliner Hochschule für Musik und der Ausbildung mit klassischen Sängern, war sie als Managerin und IT-Spezialisitn in der freien Wirtschaft in großen Konzernen tätig. Jetzt bringt sie Kunst und Wirtschaft zusammen und gibt Trainings, Coachings und hält Vorträge zum Thema bessere Selbstdarstellung, Verbesserung der Ausstrahlung und Burnout-Vorbeugung.

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