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(Bild: SZ-Designs / Fotolia.com)

In dieser Phase geht es darum, genügend Informationen über lohnenswerte Fördermöglichkeiten für eigene Projekte zu sammeln, um daraus eine passende Antragsstrategie zu erstellen.

  • Inhaltlich hängt der Erfolg einer Antragstellung maßgeblich von der richtigen Programmauswahl ab. Zunächst sollte man sich alle Facetten eines Projekts klar machen, um nicht nur auf ein einzelnes Projektziel fixiert zu sein. Ist zum Beispiel das Entwicklungsziel eine neue Produktionstechnologie zur Senkung des Materialverbrauchs, liegt die Beantragung einer materialbezogenen FuE-Förderung nahe. Wenn aber nebenbei auch der Energiebedarf für den Produktionsprozess nennenswert sinkt, ist das Vorhaben ebenso für eine Förderung im Bereich Energieeffizienz interessant.
  • Nach der ersten Vorauswahl ist es dringend geboten, noch einmal kritisch zu hinterfragen, ob die Programmziele tatsächlich mit dem Projekt zusammenpassen. In der Praxis beobachtet PNO immer wieder das Phänomen des „wishful reading“: Je intensiver man sich mit einem interessanten Programm befasst, umso mehr überliest man jene Passagen, die einer Antragstellung eigentlich entgegen stehen.
  • Wie lohnenswert ein Antrag ist, hängt darüber hinaus auch von den Förderkonditionen ab. Neben der Erfolgswahrscheinlichkeit sind die Förderquote und die gestellten Anforderungen (zum Beisiel vorhandene Bindungsfristen für im Projekt angeschaffte Güter) bedeutend. Das Programm mit dem größten Mehrwert muss nicht dasjenige mit dem formal höchsten Fördersatz sein.
  • Aus organisatorischer Sicht ist sicherzustellen, dass die notwendigen personellen und zeitlichen Voraussetzungen für die Antragstellung gegeben sind. Kaum etwas ist ärgerlicher als die Erfolgschancen für ein tolles Projekt durch einen unfertigen Förderantrag zu Nichte zu machen, weil die Personalkapazitäten ungenügend geplant wurden. Da die Antragsvorbereitung nicht zum Kerngeschäft gehört und daher in der Regel nachrangig gegenüber Kundenprojekten ist, erleben wir das Problem von Last-Minute-Anträgen dennoch häufiger. Ergibt sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt, dass der Freiraum zur Antragserarbeitung intern nicht gegeben ist, kann man entweder davon absehen, um unnötige Kosten zu vermeiden oder externe Kapazitäten einbinden.
  • Ist eine Kooperation mit Partnern vorgesehen, sollte man frühzeitig über geeignete Kandidaten nachdenken und auf diese zugehen. Ein nützliches Instrument hierfür sind Kooperationsbörsen wie www.innovationplace.eu. Idealerweise ist ein Konsortium entlang der Wertschöpfungskette in einem ausgewogenen Verhältnis aus Groß- und Kleinunternehmen sowie aus Industrie- und Wissenschaftspartnern zusammengesetzt.
  • Auch formale Anforderungen wie etwa Einreichungsfristen oder Veröffentlichungspflichten sollten bereits bei der Projektplanung geprüft werden. Bei manchen Programmen kann jederzeit eingereicht werden. Andere hingegen haben halb- oder vierteljährige oder gar nur einmalige Fristen.
  • Essentiell ist zudem die Klärung des KMU-Status, da kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Förderpolitik eine Sonderrolle einnehmen, beispielsweise durch exklusive Programme oder eine erhöhte Förderquote. Die groben Orientierungspunkte sind weniger als 250 Mitarbeiter und eine Bilanzsumme von unter 43 Millionen Euro oder ein Umsatz von unter 50 Millionen Euro. Wer nahe dieser Grenzen liegt, sollte auf die Details schauen, da auch Unternehmensverflechtungen berücksichtigt werden müssen.

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