Roboterarm, Bild: Pixabay

Die Roboterfabrik dient der gezielten Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern. Bild: Pixabay

Innovative Lehrkonzepte sollen dabei nicht nur der Technischen Ausbildung, sondern auch dem Erwerb von „Soft Skills“ dienen. Es ist der Start in eine Zukunft, in der Leibniz Universität und Region Hannover „Robonatives“ unter idealen Bedingungen ausbilden. Die Region Hannover fördert die „roboterfabrik“ über fünf Jahre mit insgesamt 600.000 Euro. Die am Projekt beteiligten Institute der Leibniz Universität sind das Institut für Regelungstechnik unter der Leitung von Professor Sami Haddadin und das Institut für Mechatronische Systeme unter der Leitung von Professor Tobias Ortmaier.

Professor Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität Hannover, betont: „Die Roboterfabrik dient auch der gezielten Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern und hat damit das Potenzial, mittelfristig zu einem strategischen Standortvorteil für Hannover und Region zu werden. Robotik ist an unserer Universität ein Aushängeschild, ein Schwerpunkt in Forschung und Lehre. Die Leibniz Universität und die Region Hannover schaffen mit diesem einzigartigen Angebot auch ein Leuchtturmprojekt, welches Vorbild für weitere Entwicklungen in Deutschland sein wird.“

Robotisierung wälzt Gesellschaft und Wirtschaft um

„Die Digitalisierung und die damit einhergehende Robotisierung bewirken eine der größten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umwälzungen, die es je gab. Wir wollen diesen grundlegenden Wandel in Niedersachsen aktiv mitgestalten, um allen Menschen die digitale Teilhabe zu ermöglichen. Dazu brauchen wir Robonatives. Deshalb freue ich mich außerordentlich über dieses innovative Projekt“, sagt Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident.

Regionspräsident Hauke Jagau fügt hinzu: „Roboter werden die Arbeitswelt weiter verändern. Mit der roboterfabrik wird es uns gelingen, den Nachwuchs fit für die Veränderungen zu machen und die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsraums zu stärken. Deshalb unterstützt die Region dieses Leuchtturmprojekt.“

Konzept der Roboterfabrik

Das Konzept der Roboterfabrik richtet sich an Schüler allgemein- und berufsbildender Schulen sowie an Auszubildende und Studierende als zukünftige Facharbeiter oder Ingenieurinnen. Es dient auch der gezielten Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Im Studium beschäftigen sich Studierende beispielsweise eine Woche lang mit komplexen Aufgabenstellungen, überlegen sich Lösungsstrategien, programmieren und entwerfen eigene Robotergreifer.

Ähnlich sollen auch Schüler an das Thema Robotik herangeführt werden: In einem Mix aus Vermittlung von theoretischen Grundlagen und praktischer Anwendung lernen sie von Studierenden, Mitarbeitern der Universität den Umgang, die Möglichkeiten aber auch die Grenzen der Systeme kennen. Initiator Professor Sami Haddadin: „Zusätzlich zur Vermittlung von Wissen wird die Roboterfabrik helfen, die Gesellschaft über den Nutzen der Robotik und Künstlichen Intelligenz aufzuklären und Hemmschwellen abzubauen“. hei