Einkauf im Unternehmen, Bild: Pixabay.de

Zu wenige deutsche Industrieunternehmen setzen ihre Einkaufsstrategie aktiv genug um. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Staufen. Insgesamt wurden 112 Industrieunternehmen aus verschiedenen Branchen befragt. Bild: Pixabay.de

"Obwohl der Einkauf von Produkten und Dienstleistungen ein immer wichtigerer Hebel für effizientes Wirtschaften wird, spielen strategische Überlegungen bei der Beschaffung zu selten eine Rolle", sagt Christian Riedl, Senior Manager der Unternehmensberatung Staufen. "Die Einkäufer sind weiterhin überwiegend reine Abwickler, also fast ausschließlich operativ tätig, wie unsere Studie belegt."

Hinzu kommt: Der Einkauf ist immer noch zu selten Chefsache. In fast jedem zweiten Unternehmen berichtet die Einkaufsabteilung an den Finanz- oder Produktionsvorstand. "Damit besteht die Gefahr, dass strategische Überlegungen zum Thema Einkauf nicht genügend Beachtung finden, weil die Ziele des jeweiligen Vorstandsbereiches im Mittelpunkt stehen", warnt Staufen-Einkaufsexperte Riedl. "Dabei hat die Beschaffung gerade in der Industrie eine zentrale Bedeutung. Hier sind die Aufträge häufig komplex und die Kundenwünsche variieren stark. Ineffizienzen wirken sich daher besonders aus."

Studie Staufen, Bild: Staufen AG
Die Größe des Unternehmens erlaubt keine Rückschlüsse auf die Qualität der Einkaufsabteilung. Bild: Staufen AG

Allem Nachholbedarf zum Trotz zeigt die Studie aber auch eines: Die Größe des Unternehmens erlaubt keine Rückschlüsse auf die Qualität der Einkaufsabteilung. "Diese Erkenntnis sollte kleinen Firmen Mut machen. Sie können ebenso wie große den Einkaufsturbo einschalten, um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern", sagt Staufen-Berater Riedl.