Klappbarer Solarcontainer, Bild: Mobile Solarkraftwerke Afrika

Die mobilen Solarkraftwerke sollen in wenigen Stunden auf- und abbaubar sein. Bild: Mobile Solarkraftwerke Afrika

Zurzeit sammelt das Unternehmen Geld von Kleinanlegern ein. 114 Investoren haben seit Mitte April fast 70.000 Euro eingezahlt. Bis zum Sommer sollen 350.000 Euro zusammenkommen.

Dieses Budget würde reichen, um das erste Projekt in Mali zu starten. Das Unternehmen Mobile Solarkraftwerke Afrika hat schon ein mobiles Solarkraftwerk finanziert, das im Dezember 2015 in Betrieb ging. Dieses versorgt das malische Dorf Mourdiah mit Strom. Früher hat das ein teurer Dieselmotor getan. Die Kilowattstunde kostete rund einen Euro - jetzt sind es 70 Cent. Nach zehn Jahren wird die Anlage abbezahlt sein und soll dann nahezu kostenlos Strom liefern. Die Initiatoren schätzen, dass das Kraftwerk insgesamt 20 bis 25 Jahre lang Strom liefern wird.

37 Kilowatt Leistung

Die beiden geplanten Anlagen sind für die Siedlung Djoliba und eine Nachbargemeinde gedacht. Sie haben eine Spitzenleistung von je 37 Kilowatt. Allerdings werden es die installierten Lithium-Ionen-Pufferbatterien, die bis zu 240 Kilowattstunden speichern können, alleine nicht schaffen. für den Spitzenbedarf bleiben Dieselgeneratoren in Bereitschaft. Die Solarkraftwerke werden dann fernüberwacht, speziell geschulte Mitarbeiter vor Ort übernehmen Wartung und Reparatur.

Sollte das Projekt wie geplant realisiert werden, reduzieren sich die CO₂-Emissionen pro Jahr um 100 Tonnen. Versorgt werden etwa 8000 Menschen. So steht jedem pro Tag eine Kilowattstunde zur Verfügung. In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch etwa beim Dreifachen.