Lächelnde Smilies, Bild: BDI/A.T. Kearney

Die Stimmung im Mittelstand ist gut. Das zeigt der aktuelle Mittelstandspanel 2017, durchgeführt vom BDI und A.T. Kearney. Bild: BDI/A.T. Kearney

Fürs kommende Jahr rechnen mit 51 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten mit einem sehr guten Geschäftsjahr. Treiber der positiven Geschäftsentwicklung ist die Binnenkonjunktur: 44 Prozent der Mittelständler sehen die Inlandsumsätze steigen, 27 Prozent erwarten dies im Auslandsgeschäft. An der aktuellen Umfrage nahmen über 400 Unternehmen teil.

Der zunehmende Fachkräftemangel im Inland und nationalistische Strömungen im Ausland trüben die Stimmung jedoch. Jeweils 35 Prozent der Befragten befürchten negative Auswirkungen durch die protektionistische Rhetorik der Regierung Trump sowie durch den Brexit. Nationalistische Strömungen in den EU-Mitgliedsstaaten betrachten 42 Prozent der befragten Unternehmer als Risiko für ihr Geschäft.

Deutsche Wirtschaft eng mit der Welt verflochten

„Kaum eine Volkswirtschaft ist so offen und eng mit der restlichen Welt verflochten wie unsere“, sagte Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer. „Auch nach der Bundestagswahl muss Deutschland ein Gegengewicht zu Abschottungstendenzen sein. Fast 90 Prozent der mittelständischen Industrieunternehmen exportieren direkt oder indirekt ins Ausland.“

Während sich der Mittelstand für die Digitalisierung im Hinblick auf die eigene Unternehmenskultur und -struktur gut aufgestellt sieht, herrscht auf der technologischen Seite Aufholbedarf. Dies gilt besonders für kleinere Unternehmen. Besorgniserregend ist, dass gerade einmal 35 Prozent der befragten Unternehmen die Digitalisierung als Chance sehen. Dagegen begreifen 42 Prozent die Digitalisierung als Herausforderung.

Grafik Aufgaben der Bundesregierung, Bild: BDI/A.T. Kearney
Das sind laut den Befragten die nächsten Hausaufgaben der neuen Bundesregierung. Bild: BDI/A.T. Kearney

„Dem deutschen Mittelstand geht es gut, aber die Digitalisierung lässt keine Zeit zum Ausruhen“, erklärte Martin Eisenhut, Partner und Managing Director Central Europe von A.T. Kearney. „Mehr denn je sind Mut und Experimentierlust gefragt. Hier sind viele Unternehmen noch zu zögerlich.“ hei

Die komplette Studie finden Interessierte hier zum Herunterladen.