Kollaborativer Roboter Yumi, Bild: ABB

Yumi wurde speziell dafür entwickelt, ohne Schutzzaun mit seinen menschlichen Arbeitskollegen Seite an Seite zu arbeiten. Bild: ABB

„Alle drei Finalisten haben uns wegweisende Robotiklösungen präsentiert“, sagt Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics (IFR). „Unser Wettbewerb zeigt, dass die neue Ära der Automatisierung, in der Mensch und Roboter Hand in Hand arbeiten, bereits begonnen hat.“

Der Zweiarm-Roboter „Yumi“ von ABB Robotics verfügt über zahlreiche Funktionalitäten wie Visionssystem, Greifer oder berührungsempfindliche Sensorik, die neue, flexible Einsatzfelder in der Industrie-Montage eröffnen. Die Bewegungen seiner Arme sind dem Menschen nachempfunden. Damit ist Yumi besonders für ein flexibles und agiles Produktionsumfeld geeignet - beispielsweise in der Elektronikindustrie oder bei der Herstellung von Uhren, Spielzeug sowie Automobilkomponenten. Seine Programmierung ist auf den Anwender zugeschnitten. Zudem verfügt Yumi über ein „sicherheitsorientiertes Verhalten“ für die gefahrenlose Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

Kollaboration mit dem Menschen

„ABB hat die Jury durch die Integration von drei wesentlichen Elementen überzeugt: visuelles System, sichere Kollaboration mit dem Menschen und Zufuhr von Kleinteilen in den Zweiarm-Roboter für die Montage“, sagt Erwin Prassler, Vizepräsident der IEEE-RAS.

„Traditionelle Ansätze von Fertigungsverfahren und Industrieprozessen wird man dank YuMi neu überdenken müssen“, sagt Per Vegard Nerseth, Leiter des globalen Geschäftsbereichs Robotik. „Yumi wird zahllose neue Einsatzmöglichkeiten bieten, womit wir am Beginn einer neuen Phase der industriellen Automation stehen.“

Die beiden weiteren Finalisten: Der dänische Roboterbauer Universal Robots schickte „UR3“ ins Rennen – einen flexibel und präzise arbeitenden Cobot (kollaborativer Roboter) für Montagearbeiten und die automatisierte Werkbank. Das schwedische Unternehmen OpiFlex Automation präsentierte eine weltweit einzigartige mobile Roboterplattform. Die Docking-Lösung ist mit Standard-Industrie-Robotern verschiedener Anbieter und Größen kompatibel und erlaubt es, den Einsatzort in der Werkhalle schnell zu wechseln.