Die Sonderausstellung „Am Anfang war Ada“ befasst sich mit den Frauen, die die Geschichte des Computers mitgeprägt haben. Die beiden Deutschen Konrad Zuse und Heinz Nixdorf, die Amerikaner William Hewlett und David Packard, die beiden Steves – Jobs und Wozniak – das sind die Personen, die einem schnell in den Sinn kommen, wenn man über die Entwicklung des Computers nachdenkt. Aber es war eine Frau, die bereits vor 100 Jahren das erste Computerprogramm geschrieben hat. „Leider sind die enormen Beiträge von Frauen in der Computergeschichte kaum bekannt. Daher leisten wir mit dieser Ausstellung Pionierarbeit und hoffen, dass die Menschen nach ihrem Besuch sagen: Wow, toll, was diese Frauen geleistet haben!“, erklärt HNF-Geschäftsführer Dr. Kurt Beiersdörfer die Absicht der Ausstellung.

Alles Wissenswerte

„Am Anfang war Ada“ im Heinz Nixdorf MuseumsForum
  • Ort: Heinz Nixdorf MuseumsForum, Fürstenallee 7, 33102 Paderborn
  • Datum: 2. September 2015 bis 10. Juli 2016
  • Eintritt: Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro; Kombikarte mit Dauerausstellung: Erwachsene 8,50 Euro, ermäßigt 5 Euro
  • Besonders: Sonntags um 16 Uhr bietet das HNF eine kostenlose, einstündige Führung durch die Sonderausstellung an. Es fallen lediglich die Kosten für den Eintritt an. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
  • Internet: www.hnf.de

So werden in der Ausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte“ im Paderborner HNF neben Ada Lovelace mehrere andere Pionierinnen der vergangenen 75 Jahre gewürdigt, die bis heute die Entwicklung der Informationstechnik wesentlich vorangebracht haben. Dazu zählt unter anderem Grace Hopper, eine der bekanntesten Frauen aus der Frühzeit des Computers. Sie war nicht nur die erste Admiralin der US-Navy, sondern hat sich vor allem als Entwicklerin des ersten Compilers einen Namen gemacht. Eine weitere hervorzuhebene weibliche Persönlichkeit der Computergeschichte ist Mary Allen Wilkes. Sie gilt als erste Nutzerin eines Personal-Heimcomputers, der in der Ausstellung zu sehen ist und für den sie ein Betriebssystem schrieb.

Interaktiv Geschichte und Technik erkunden

Die Besucher erleben auf 700 Quadratmetern in spannenden Ins-zenierungen und anhand zahlreicher Objekte und interaktiver Installationen, unter welchen Bedingungen Ada Lovelace und ihre Nachfolgerinnen ihre Leistungen vollbrachten. Vor allem 23 interaktive und multimediale Stationen sollen den Besuch der Ausstellung zu einem Erlebnis machen und das trockene Thema Programmierung greifbarer machen.

Die Funktion eines Compilers, ohne den ein heutiger Computer nicht funktionieren würde, wird spielerisch über das Setzen von Noten auf einem elektronischen Notenblatt vermittelt. Grafische Benutzeroberflächen und das Grundprinzip der Computersprache Smalltalk werden dadurch verdeutlicht, dass die Besucher individuelle Smileys gestalten können.

Grafische Benutzeroberflächen sind ebenfalls eine Entwicklung einer Frau. Zu der für uns heute selbstverständlichen Gestaltung hat Adele Goldberg Wesentliches beigetragen. Selbsterklärend, dass auch sie in der Ausstellung vorgestellt wird.

Internationaler Ada Lovelace Day

Zu dem die Ausstellung begleitenden Veranstaltungsprogramm gehören Vorträge, Workshops und museumspädagogische Angebote.

Höhepunkte sind unter anderem der Ada-Lovelace-Day am 13. Oktober 2015, an dem die Besucher des Museums freien Eintritt für die Sonderausstellung erhalten. Am Geburtstag der Protagonistin, am 10. Dezember, wird abends eine eigens geschaffene Medienperformance aufgeführt. Impro-Theater und die Paderborner Kneipenleser ergänzen das Begleitprogramm zur Ausstellung.