Die Grafik zeigt den Anteil der Unternehmen, der eine eigene Website besitzt

Die Grafik zeigt den Anteil der Unternehmen, der eine eigene Website besitzt

Die Industrie diskutiert über Industrie 4.0, das Internet der Dinge und verteilte Intelligenz. Die Vorstufe, das “normale” Internet, ist längst eine Grundvoraussetzung und selbstverständlich sind Unternehmen dort mit einer Hompage oder sogar einem Webshop präsent – möchte man meinen. Nach Zahlen des statistischen Amtes der Europäischen Union Eurostat ist eine eigene Firmenwebseite allerdings nicht in allen EU-Ländern die Regel.

In Frankreich beispielsweise haben nur 64 Prozent der Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern eine Homepage. Damit liegt das Land, ebenso wie Italien (69 Prozent) und Polen (65 Prozent), unter dem Durchschnitt der EU-Länder, der bei 74 Prozent liegt. Spitzenreiter ist Finnland. 95 Prozent der Unternehmen des Landes haben eine Präsenz im World Wide Web. Deutschland erreicht mit 86 Prozent ebenfalls einen relativ hohen Wert. Der Finanzsektor blieb bei dieser Aufstellung allerdings ausgeklammert.

Firmenwebsite

Die Grafik zeigt den Anteil der Unternehmen, der eine eigene Website besitzt

Die Europäische Kommission sieht in der Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnik einen Weg, wie Unternehmen ihre Produktivität steigern können. Daher ist sie Teil der Wachstumsstrategie Europa 2020. Aus diesem Grund erfassen das statistische Bundesamt und die entsprechenden Institutionen der anderen Länder Daten zum Online-Verhalten der Firmen.

In diesen Erhebungen bezieht das Amt auch Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern ein. Diese sind deutlich seltener unter eigener Adresse im Netz vertreten sind, nur zu 65 Prozent. Über alle Unternehmensgrößen hinweg liegt der Durchschnittswert damit bei 67 Prozent. Zum Vergleich: 2011 waren es 60 Prozent.

Für die größeren Unternehmen lag der Schnitt 2014 deutlich höher:

  • höchstens 49 Mitarbeiter: 86 Prozent
  • 50 bis 249 Mitarbeiter: 93 Prozent
  • mindestens 250 Mitarbeiter: 95 Prozent

Autorin: Dagmar Oberndorfer, Redaktion