H-ROV Ariane ist das jüngste Mitglied der Tiefseeroboterfamilie des IFREMER. Foto: Ifremer /

H-ROV Ariane ist das jüngste Mitglied der Tiefseeroboterfamilie des IFREMER. Foto: Ifremer / Olivier Dugornay

Am 23. April 2015 wird im französischen Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere (IFREMER) offiziell der neueste ferngesteuerte Tiefseeroboter  – der H-ROV Ariane (Hybrid Remotely Operated Vehicle) – eingeweiht. Der neue Tiefseeroboters ist in etwa so groß wie ein Kleinwagen und wird über eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 20 kWh angetrieben.

Gesenkte Kosten

Gesteuert wird der H-ROV Ariane über ein Glasfaserkabel und kann somit auch auf kleineren Schiffen ohne dynamische Positionierung eingesetzt werden. Dadurch können die Kosten des Betriebs im Vergleich zu den traditionellen ferngesteuerten Tauchrobotern um das Zwei- bis Dreifache gesenkt werden, da diese den Einsatz eines Schiffes benötigen, das seine Position beibehält. Arbeitet der H-ROV autonom, lässt er sich aufgrund der fehlenden physischen Verbindung mit dem Schiff nicht mehr direkt in Echtzeit kontrollieren. Die Überwachung des Einsatzes oder seine Rekonfiguration sowie die Übertragung wissenschaftlicher Daten (in Abhängigkeit von der Bitrate) können dann ausschließlich über akustische Signale erfolgen.

Entwicklung mit Kooperationspartnern

Die Entwicklung erfolgte in Kooperation mit verschiedenen industriellen Partnern: ECA Robotics (elektrische Fernsteuerung), SAFT (Batterien), Prolexia und Robopec (Software) und Osean au Pradet (Fototechnik). Finanziert wurde das im November 2010 gestartete Projekt über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der EU, die Region Provence Alpes Côte d’Azur, den Rat des Departement Var, den Gemeindeverband Toulon Provence Méditerranée und das IFREMER.

Quelle: “HROV Ariane, dernier né de la famille des engins sous-marins de l’Ifremer”, Artikel aus BE France 299 – 23.03.2015 – http://www.bulletins-electroniques.com/actualites/78173.htm