Bild: © Stockbyte/Thinkstock

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Anbieter wie eKugellager bieten im Internet ihre komplexen Produkte an, dabei sind Aufbau und Funktionsweise relativ simpel: Es handelt sich dabei um Elemente zum Führen gegeneinander beweglicher Bauteile, bei denen zwischen einem Innenring und einem Außenring rollende Körper (Kugeln/Walzen) den Reibungswiderstand verringern. Typischerweise besteht das Kugellager aus sechs Bestandteilen:

  • einem Außenring
  • einer Führung (also die Rinne, in der die Kugeln laufen)
  • dem Käfig samt Kugeln und Walzkörper
  • dem Innenring
  • und einer weiteren Führung.

Doch wie kann dieses Bauteil den Reibungswiderstand verringern? Um das zu verstehen, stellt man sich am besten ein einfaches Rad vor, auf dem ein großes Gewicht lastet. Um die belastete Rolle bewegen zu können, ist ein immenser Kraftaufwand nötig. Bei einem Rad mit Kugellager rollen die Kugeln bei einer Drehung des Außenrings in der Mitte mit, während der Innenring jedoch stehen bleibt. Auf diese Weise dreht sich das Rad ganz leichtgängig und scheinbar ohne großen Kraftaufwand. Im Prinzip ist das Kugellager also nichts anderes als die Baumstämme, auf denen man anno dazumal Boote und Schiffe zum Wasser schob.

Dinge mit Kugellager

Kugellager sind in allen möglichen Dingen verbaut. Ein einfaches Beispiel sind Inlineskates. Billige Modelle aus weichem Plastik und ohne Kugellager rollen sehr schlecht und verhindern das elegante Gleiten. Je besser aber die Kugellager sind, desto schneller kommt man voran. Eigentlich sind überall dort, wo sich etwas leichtgängig drehen soll (besonders hinsichtlich der Antriebstechnik), Kugellager verbaut: also in der Bohrmaschine genauso wie in der Schiffsschraube. Im Maschinenbau gehören Kugellager zu den gängigsten Bauteilen.