Maschinen- und Anlagenbau, Bild: ABB

Der Maschinen- und Anlagenbau schließt das Jahr 2015 mit einem Nullwachstum ab. Auch für das kommende Jahr erwartet der Verband kein reales Wachstum. Bild: ABB

"Mit großer Sorge sehen wir zu viel gefühlte Sicherheit und zu wenig Vorbereitung auf das Morgen in Deutschland. Unsere Null ist daher weder schwarz noch rot, unsere Null ist ein Weckruf: Liebe Regierung, unternehmt endlich etwas!“, erklärte VDMA-Präsident Reinhold Festge auf der VDMA-Jahrespressekonferenz in Frankfurt. Nötig wären zum Beispiel ein Ausbau der digitalen Infrastruktur, ein flexiblerer Arbeitsmarkt, eine steuerliche Forschungsförderung und eine Handelspolitik für neue Märkte.

Denn auch für das kommende Jahr erwartet der Verband kein reales Wachstum in der Maschinenbauindustrie. In nominaler Betrachtung könnte der Produktionswert aber 2016 die Marke von 200 Milliarden Euro erstmals leicht überschreiten. Angesichts vieler aktueller Krisenherde, die auch das Geschäft im Maschinenbau global beeinträchtigen, sowie der Investitionszurückhaltung im Inland wertet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau dies durchaus als Erfolg – aber nicht als beruhigendes Zeichen.

Deutsche Maschinenproduktion, Bild: VDMA
Die deutsche Maschinenproduktion ist im Vergleich zum letzten Jahr nicht gewachsen. Auch für 2016 sieht der VDMA kein reales Wachstum der Branche. Bild: VDMA

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist auch 2015 der größte industrielle Arbeitgeber des Landes geblieben. Seit Beginn des Jahres wurden hierzulande nochmals mehr als 10.000 Menschen zusätzlich eingestellt. Im September beschäftigte die Maschinenbauindustrie in Deutschland damit 1,019 Millionen Menschen – 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. „In den Unternehmen wurden wissensintensive Dienstleistungsbereiche ausgebaut, und der demografische Wandel schafft Anreize, bewährte Mitarbeiter zu halten und qualifizierte Fachkräfte möglichst frühzeitig an sich zu binden“, erläuterte Festge.